In Schweinfurt hat es einen größeren Polizeieinsatz an einer Berufsschule gegeben.
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In Schweinfurt hat es einen größeren Polizeieinsatz an einer Berufsschule gegeben.

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Polizei an Schweinfurter Schule: Verdächtiger festgenommen

In Schweinfurt hat es einen größeren Polizeieinsatz an einer Berufsschule gegeben. Jemand hatte mit Straftaten an der Schule gedroht. Der Einsatz ist inzwischen beendet, ein tatverdächtiger 19-Jähriger wurde festgenommen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

Im Schweinfurter Stadtteil Bergl ist es am Donnerstag zu einem größeren Polizeieinsatz an der dortigen Adolph-Kolping-Schule gekommen. Auslöser war eine mündliche Androhung einer Gewalttat. Daher stufte die Polizei den Vorfall als Bedrohungslage ein und reagierte entsprechend. Ein Großaufgebot an Beamten war vor Ort.

Per Nachricht mutmaßlich Straftaten angekündigt

Schon nach kurzer Zeit teilte am Vormittag die Polizei mit, dass ein 19-Jähriger festgenommen worden sei. Er soll "Straftaten in der Schule" angekündigt haben. Eine Schülerin habe um kurz vor acht Uhr vom Verdächtigen eine Nachricht über eine Messenger-App bekommen. Darin soll er angekündigt haben, dass er in die Schule kommen wolle und auch "über Waffen verfügen" würde.

Die Schülerin informierte offenbar sofort die Schulleitung, diese wiederum alarmierte die Polizei. Einsatzkräfte riegelten unmittelbar nach dem Notruf die Adolph-Kolping-Berufsschule ab. Die besuchen laut Schulleitung etwa 310 Schülerinnen und Schüler.

Polizei nimmt 19-Jährigen fest

Weil der 19-Jährige kein Auto habe und von außerhalb komme, fahndeten Polizisten am benachbarten Hauptbahnhof nach ihm. Als er in einem Zug ankam, wurde er kurz vor 9.30 Uhr von zivilen Polizeieinsatzkräften festgenommen. Waffen wurden nicht bei ihm gefunden.

Motiv unklar – Zusammenhang mit Mobbing möglich

Der 19-Jährige ist laut Polizei kein Schüler der Berufsschule. Er ist aber offenbar mit einer Schülerin befreundet. Die soll sich gemobbt gefühlt haben. Laut einem Polizeisprecher könnte das Motiv für die Bedrohung gewesen sein, dass der junge Mann "das Mobben rächen wollte". Die genauen Tathintergründe müssen noch geklärt werden.

Die Schülerinnen und Schüler bekamen laut Polizei von dem Einsatz und der potentiellen Bedrohung wenig oder sogar gar nichts mit. Einige schrieben Prüfungen. Die Polizei bot den Schülerinnen und Schülern psychologische Betreuung an, das Angebot wurde aber nicht wahrgenommen.

Polizeieinsatz an Schweinfurter Berufsschule
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Polizeieinsatz an Schweinfurter Berufsschule

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