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Podcast "Corona in Bayern": Die ersten Lockerungen - und jetzt? | BR24

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Corona-Virus in Bayern.

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    Podcast "Corona in Bayern": Die ersten Lockerungen - und jetzt?

    Warum man jetzt, wo die gelockerten Ausgangsbeschränkungen gelten, erst recht aufpassen muss, erklärt BR-Expertin Jeanne Turczynski im Podcast mit Moderatorin Gabi Fischer. Außerdem: Updates zur Maskenpflicht, Corona-App und der Lage am LMU-Klinikum.

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    Den Podcast "Corona in Bayern" finden Sie hier. Er ist wochentags ab ca. 17 Uhr abrufbar im BAYERN 1-Podcastcenter und auch auf BAYERN1.de, in der BR24 App und überall, wo es Podcasts gibt.

    Lockerungen lassen Raum für Interpretation

    Seit heute darf man eine Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, im Freien und mit Sicherheitsabstand treffen. Wissenschaftsjournalistin Jeanne Turczynski meint, es werde jetzt interessant zu sehen, wie diszipliniert die Menschen sich an die Regeln halten. Denn die gelockerten Ausgangsbeschränkungen lassen Spielraum für Auslegungen, wie sie es Moderatorin Gabi Fischer gegenüber ausdrückt:

    "Wir beide könnten uns treffen und dann könnte ich zwei Stunden später natürlich jemand anderes treffen und am Abend vielleicht nochmal jemand anderes. So lange das immer zu zweit und im Freien und mit Abstand passiert, wäre das ab heute zulässig." Jeanne Turczynski, BR-Expertin

    Insgesamt müssten die Auswirkungen der Lockerungen sehr genau beobachtet werden, so die Wissenschaftsjournalistin. Es könne durchaus sein, dass die Infektionszahlen wieder ansteigen und es zu einer Art Wellenbewegung komme. Dann müsse mann alles wieder drosseln. Warum Experten das als "Hammer and Dance" bezeichnen und wieso die Lockerungen gerade kontrovers diskutiert werden, erklärt sie im Podcast genauer.

    Maskenpflicht: Empfehlungen für Community-Masken beachten

    Ab nächstem Montag gilt in Bayern eine Maskenpflicht in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei muss klar sein: Mit einer Maske schützt man nicht sich selbst vor einer Ansteckung, sondern andere. "Wenn wir natürlich alle eine Maske tragen, schützen wir uns in gewisser Weise gegenseitig", meint BR-Expertin Jeanne Turczynski.

    Sie weist jedoch auch darauf hin, dass die Art der Maske eine wichtige Rolle spielt: Gerade bei den selbstgemachten, sogenannten Community-Masken sollte man auf Empfehlungen bei Verarbeitung und Material achten. Einen Schal über Nase und Mund sieht sie nicht als geeignete Alternative zur Maske, obwohl das zulässig sei: "Diese durchfeuchteten Tücher, die ich manchmal auch vor dem Mund sehe, da habe ich immer noch unsere Kanzlerin im Ohr, die sagt: Das kann auch schnell eine Virenschleuder werden. Und ich glaube, diese Gefahr ist auch da."

    So ist der neueste Stand der Corona-App

    Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt große Hoffnung in eine freiwillige Tracing-App, um die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuvollziehen. Über den Standard PEPP-PT, der unter anderem vom Fraunhofer-Institut ausgearbeitet wurde, soll das möglichst Datenschutz-freundlich ablaufen: Über Bluetooth sollen nur Begegnungen und keine Standortdaten erhoben werden. Auch die Namen der Nutzer werden nicht gespeichert, stattdessen sollen die Handys eine Nummer bekommen, die sich regelmäßig ändert.

    BR-Netzexperte Christian Schiffer findet die Idee grundsätzlich gut, betont aber, dass man gerade noch nicht einschätzen könne, wie gut das in der Realität funktionieren werde. Je mehr Menschen die freiwillige App nutzen, desto besser: Etwa 60 Prozent der Deutschen müssten die App nutzen, um das Virus allein durch die App kontrollieren zu können, so Schiffer. In einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks gaben ihm zufolge 56 Prozent der Befragten an, dass sie eine derartige App nutzen würden. Allerdings nur, wenn diese möglichst Datenschutz-freundlich sei, so der Netzexperte.

    In Island würden bereits 30 Prozent der Bevölkerung eine Corona-App nutzen, die auf GPS basiert und damit auch Zugriff auf die Standortdaten hat. Warum Christian Schiffer es nicht schlimm findet, dass das mit der Corona-App hier in Deutschland etwas länger dauert, erklärt er im Podcast "Corona in Bayern".

    Die Inhalte im Podcast:

    BR-Expertin Jeanne Turczynski unter anderem über eine neue Studie zur Virenübertragung über die Luft.

    Klinikdirektor Michael von Bergwelt über die aktuelle Situation am LMU Klinikum.

    BR-Netzexperte Christian Schiffer über den aktuellen Stand der deutschen Corona-App.

    Doc Pablo: Pablo Hagemeyer, Psychiater und Psychotherapeut, mit seinem "Tipp zum Tage": Wie kann ich dafür sorgen, dass es mir in den eigenen vier Wänden gut geht?

    Moderation: Gabi Fischer

    #alleswirdgut: Wichtige News und Tipps im Umgang mit Corona

    Unter #alleswirdgut wollen wir in den sozialen Medien auch die guten Nachrichten, Antworten auf viele Fragen, die die Menschen in Bayern jetzt beschäftigen und die besten Tipps im Umgang mit Corona sammeln. BR-Wissenschaftsexpertin Jeanne Turczynski ordnet jeden Tag die neuesten Entwicklungen ein und beantwortet Fragen aus dem Netz.

    Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

    Die Übersichtskarte zu den aktuellen Coronavirusfällen in Bayern finden Sie hier.

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