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Arbeitsgericht: Playmobil darf Betriebsräte nicht ausschließen | BR24

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Der Spielzeughersteller Playmobil darf acht seiner Betriebsräte nicht aus der Arbeitnehmervertretung ausschließen. Das Nürnberger Arbeitsgericht wies die Klage des Unternehmens Geobra Brandstätter zurück. Es geht um Hitzepausen.

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Arbeitsgericht: Playmobil darf Betriebsräte nicht ausschließen

Der Playmobil-Hersteller Brandstätter darf acht Betriebsräte nicht aus der Arbeitnehmervertretung ausschließen. Das hat das Arbeitsgericht Nürnberg entschieden. In dem Streit war es um die Empfehlung von Hitzepausen bei hohen Temperaturen gegangen.

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Das Arbeitsgericht Nürnberg hat heute eine Klage des Playmobil-Herstellers Geobra Brandstätter abgewiesen, acht Betriebsräte, aus der Arbeitnehmervertretung auszuschließen. Der Spielzeughersteller hatte den Betriebsräten, die auch Mitglieder der IG Metall sind, vorgeworfen, im Sommer 2018 wegen der großen Hitze eigenmächtig zehn Minuten lange Arbeitspausen ausgerufen zu haben.

Keine grobe Pflichtverletzung

Die Betriebsräte sollten deshalb wegen grober Pflichtverletzung aus der betrieblichen Arbeitnehmervertretung ausgeschlossen werden. In seiner Begründung sah das Gericht zwar die Grundsätze der vertrauensvollen Zusammenarbeit durch die Handlungen und Äußerungen der betroffenen Betriebsräte verletzt. Die hohen gesetzlichen Anforderungen an eine grobe Pflichtverletzung, die einen Ausschluss von Betriebsräten rechtfertigen könnte, seien jedoch nicht gegeben.

IG-Metall begrüßt Urteil

Innerhalb eines Monats kann gegen dieses Urteil Beschwerde am Landesarbeitsgericht eingereicht werden. Die IG Metall Bayern begrüßt die Entscheidung des Arbeitsgerichts Nürnberg, wonach die IG Metall-Betriebsräte weiter im Betriebsrat von Geobra Brandstätter arbeiten dürfen.