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Plattform "Oabat" hilft Jugendlichen bei der Lehrstellen-Suche | BR24

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Bildrechte: BR/Martin Gruber

Die Onlineplattform "Oabat" soll jungen leuten bei der Suche nach Lehrstelle und Praktikum helfen.

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Plattform "Oabat" hilft Jugendlichen bei der Lehrstellen-Suche

Passauer Studenten haben die Internetplattform "Oabat" entwickelt. Sie soll jungen Leuten in Corona-Zeiten helfen, geeignete Jobs und Praktika zu finden. Erste Bewerbungen sind bereits über das Portal eingegangen.

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Von
  • Martin Gruber

Die Corona-Pandemie macht es jungen Leuten derzeit schwer, eine Lehrstelle oder einen Praktikumsplatz zu finden. Denn aktuell gibt es weder Ausbildungsmessen noch freie Praktikumsplätze. Die Lösung könnte die Internet-Plattform "Oabat" sein, die vier junge Studenten aus Passau entwickelt haben.

Online-Dienst ersetzt Jobmessen und Praktika

Es funktioniert ganz einfach: Interessierte können ihren Berufswunsch und die Region anklicken, wo sie ihre Lehre beziehungsweise ihr Praktikum machen wollen. Ein paar Klicks und schon tauchen Angebote auf. Wie sieht der Arbeitsalltag aus? Welche Vorteile hat die Firma? Welche Eigenschaften sollte man mitbringen? Diese und andere Fragen beantwortet "Oabat". Der Dienst ist kostenlos – und gerade in Corona-Zeiten sehr hilfreich. Der 22-jährige Jura-Student Nikolas Adjan hat die Plattform mitentwickelt: "Wegen der Krise fallen ja Ausbildungsmessen und Betriebspraktika weg. Unsere Plattform hat jetzt den Job, Arbeitseindrücke zu vermitteln – ohne Messen und Praktika."

Passauer Firma mit Bewerbern im Gespräch

Aktuell präsentieren sich 150 Firmen bei "Oabat". Darunter die Pfaffinger Bauunternehmung in Passau. Ausbildungsbeauftragter Daniel Hauer: "Wir haben über die Plattform fünf Bewerbungen erhalten. Da sind auch erste Gespräche gelaufen und wir hoffen, dass wir einen oder zwei Bewerber überzeugen können, bei uns eine Ausbildung zu machen." Ein Bewerbungsgespräch "face to face" könne das Internet allerdings nicht ersetzen.

Kammern loben Internetportal

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) lobt die Arbeit der Passauer Studenten. Die Corona-Krise bringe rund 2.300 Ausbildungsbetriebe im Bereich der IHK Niederbayern in eine sehr schwierige Lage, sagt deren Sprecher Johannes Karasek. Alles, was die Betriebe unterstützt, auch jetzt geeignete Bewerber zu finden, sei ein Beitrag dazu, die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken. Plattformen wie "Oabat" könnten mithelfen, Betriebe und Bewerber zusammenzubringen, so Karasek.

Berufswahl wird transparenter

Junge Menschen für Ausbildungsberufe zu interessieren sei eine anspruchsvolle Aufgabe, sagt Andreas Keller, Bereichsleiter Beratung bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. "Oabat" mache das oft unübersichtliche Gebiet der Berufswahl ein ganzes Stück transparenter. "Es spricht die Sprache der jungen Leute", sagt Keller.

Andrea Bayer von der Arbeitsagentur Passau sieht "Oabat" als Ergänzung, die helfen kann. Eine Beratung für Jugendliche biete aber nur die Agentur für Arbeit an.

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