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Schulkassen und Jugendgruppen in Europa erforschen derzeit den Plastikmüll in und um die Flüsse in ihrer Nähe. Auch in Straubing hat heute eine Aktion der sogenannten "Plastic Pirates" stattgefunden.

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Plastikpiraten sammeln Müll in und an der Donau in Straubing

Schulkassen und Jugendgruppen in Europa erforschen derzeit den Plastikmüll in und um die Flüsse in ihrer Nähe. Die Ergebnisse sollen Forschern helfen. Auch eine Schulklasse aus Aiterhofen im Landkreis Straubing-Bogen beteiligt sich.

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Anne-Lena SchugAnne-Lena Schug

Viele Schulkassen und Jugendgruppen in Deutschland, Portugal und Slowenien sammeln und sortieren seit bereits fast fünf Jahren Müll. Die Ergebnisse der vielen Gruppen werden in eine Online-Karte eingetragen. Sie sollen Forschenden helfen, herauszufinden, welche Flussabschnitte besonders stark mit Plastik verschmutzt sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses entwickelt. Daraus sollen wirksame Schutzmaßnahmen gegen Umweltverschmutzung abgeleitet werden.

8-Klässler sammeln Müll an Donau in Straubing

Auch 8-Klässler der Angela-Fraundorfer-Realschule Aiterhofen im Landkreis Straubing-Bogen haben sich an dieser länderübergreifenden Bürger-Wissenschafts-Aktion "Plastic Pirates – Go Europe!" beteiligt. Die Bildungsministerien von Deutschland, Portugal und Slowenien führen sie durch.

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Wie viel Plastik findet man an und in der Donau bei Straubing? Im Rahmen einer Aktion mehrerer Bildungsministerien haben sich Schüler aufgemacht, das herauszufinden und dabei einiges an Müll zusammengetragen.

Jeder kann Teil der Forschung sein

Bei solchen sogenannten "Citizen-Science-Projekten" können sich an Wissenschaft interessierte Menschen direkt in den Forschungsprozess einbringen. Wissenschaftlerinnen und Forscher arbeiten mit Bürgerinnen und Bürgern Hand in Hand. Die Proben der Schüler werden etwa den Forschenden zugesandt. Die Sammelaktionen sind standardisiert. In einem Heft für die Schülerinnen und Schüler steht genau, wie sie vorgehen müssen. Es gibt mehrere Aufgaben. Eine Gruppe filtert etwa mit einem sehr feinen Netz Mikroplastik aus dem Wasser heraus. Andere Schüler sieben den Sand des Ufern oder sammeln dort herumliegenden Müll und sortieren ihn.

Ziel: Bewusstsein stärken und Überblick über Verschmutzung

Ziel der Aktion ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung und den Schutz von Flüssen zu stärken. Denn alles, was in den Bächen und Flüssen landet, kann mit dem Wasser in die Meere und Ozeane geschwemmt werden und dort Tiere gefährden. Langfristig sollen durch die Aktion Schutzmaßnahmen für Gewässer entstehen. Ihre Ergebnisse werden anschließend in einer Onlinekarte sichtbar sein.

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Die Jugendlichen waren erstaunt, wie viel Müll entlang der Donau in Straubing liegt.

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Der Sand wird, nachdem er getrocknet wurde, gesiebt, um herauszufinden, wieviel Mikroplastik er enthält.

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Die Plastic-Pirates-Sammelaktionen sind standardisiert. In einem Heft für die Schülerinnen und Schüler steht genau, wie sie vorgehen müssen.

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Schüler filtert mit Hilfe eines ehr feinen Netzes Mikroplastik aus der Donau heraus.

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