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Verhandlungen in Schweinfurt zur Stromtrasse Fulda-Main-Leitung | BR24

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Die geplante Fulda-Main-Leitung soll von Hessen über Aschaffenburg nach Bergrheinfeld führen und die Regionen mit Strom versorgen. Die Bürgerinitiative „Bergrheinfeld sagt nein“ demonstriert gegen die Erdverkabelung.

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Verhandlungen in Schweinfurt zur Stromtrasse Fulda-Main-Leitung

Von Hessen nach Bergrheinfeld im Landkreis Schweinfurt – hier soll die Stromtrasse Fulda-Main-Leitung verlaufen. In Schweinfurt spricht der Netzbetreiber nun mit regionalen Vertretern. In Bergrheinfeld ist die Trasse umstritten.

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Die "Fulda-Main-Leitung" – sie soll vom hessischen Mecklas bis in den Landkreis Schweinfurt verlaufen, genauer bis nach Bergrheinfeld. Zur geplanten Stromtrasse lädt der Netzbetreiber nun regionale Vertreter zu einem Planungs-Dialog ein.

Begrenzte Teilnehmerzahl wegen Corona-Pandemie

Im Kolping-Hotel in Schweinfurt findet die Veranstaltung mit Netzbetreiber Tennet zur geplanten 380 kV Wechselstromtrasse P 43 ein. Wie ein Sprecher von Tennet gegenüber dem Bayerischen Rundfunk sagte, sei wegen Corona die Teilnehmerzahl auf maximal 50 Personen beschränkt. Am Dialog seien jeweils ein Vertreter von Gemeinden, Landkreisen, Verbänden oder Bürgerinitiativen zugelassen.

Kritik von Bürgerinitiative "Bergrheinfeld sagt NEIN"

Die Leitung zwischen Hessen und Unterfranken soll ab 2027 gebaut werden und bis 2031 fertig sein. In Bergrheinfeld ist sie hochumstritten, weil auf der Gemarkung bereits rund 170 Strommasten stehen. Seit einigen Jahren setzt sich die Bürgerinitiative "Bergrheinfeld sagt NEIN" gegen Stromtrassenprojekte rund um das Umspannwerk Bergrheinfeld West – so beispielsweise auch gegen den Bau der umstrittenen Stromtrasse Suedlink.

Wechselstromtrasse teils mit Erdverkabelung

Teilweise ist entlang der Luftlinie auf gut 80 Kilometer langen Strecke Erdverkabelung geplant. Auch technischen Gründen sind nach bisherige Planung auch Freileitungen vorgesehen. Die Wechselstromtrasse soll definitiv gebaut werden, nachdem sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit den Landeswirtschaftsministern von Bayern, Thüringen und Hessen darauf verständigt hatten, dass die zunächst geplante Wechselstromtrasse P 44 von Thüringen via Coburg und die Haßberge nach Bergrheinfeld nicht gebaut wird.

Streckenverlauf der Fulda-Main-Leitung in Hessen und Unterfranken

Laut dem Sprecher ist aktuell ein Untersuchungsraum definiert. Dieser ist laut dem Tennet-Sprecher für die Vorplanungen "von zentraler Bedeutung". Der Untersuchungsraum erstreckt sich in Unterfranken auf einer Fläche, die im Norden etwa von Obersinn im Landkreis Mains-Spessart bis in die Hochrhön westlich von Fladungen und im Süden zwischen Zellingen und Karlstadt bis in den Landkreis Haßberge zwischen Schweinfurt und Haßfurt geht. "Wir gehen davon aus, bis Herbst dann innerhalb dieses Untersuchungsraums erste Grobkorridore entwickeln zu können," heißt es von Tennet wörtlich.

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