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Pläne für Mini-Transrapid am Flughafen München | BR24

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Bekommen wir doch noch einen Transrapid am Flughafen München – einen Mini-Transrapid? Am Nachmittag sollen am Flughafen Details einer Machbarkeitsstudie zur Magnetschwebebahn vorgestellt werden.

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Pläne für Mini-Transrapid am Flughafen München

Bekommen wir doch noch einen Transrapid am Flughafen München – einen Mini-Transrapid? Am Nachmittag sollen am Flughafen Details einer Machbarkeitsstudie zur Magnetschwebebahn vorgestellt werden.

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Die Pläne für eine Magnetschwebebahn in Oberbayern werden womöglich in abgespeckter Form wiederbelebt, und erneut könnte dabei der Flughafen München eine wichtige Rolle spielen: Am Airport wollen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der neue Flughafen-Chef Jost Lammers heute über den Start einer "Machbarkeitsstudie Magnetschwebebahn München" informieren, die der Bund bereits vor einiger Zeit in Auftrag gegeben hat.

Anwendungen im Nahverkehr

"Neben klassischen spurgebundenen Nahverkehrssystemen wie  Regionalbahn, U-Bahn oder Straßenbahn sind innovative Anwendungen im Nahverkehr gefragt", heißt es in der kurzfristig am Wochenende verschickten Einladung. Bei der Studie stünden "die technischen und wirtschaftliche Potenziale gegenüber anderen Verkehrssystemen im Fokus". An der Pressekonferenz wird auch Johann Bögl, Aufsichtsratsvorsitzender der Firma Max Bögl, teilnehmen. Das Oberpfälzer Unternehmen hat ein Transportsystem für Magnetschwebebahntechnik entwickelt, das bei weitem nicht so schnell wie ein klassischer Transrapid ist und im Nahverkehr eingesetzt werden soll.

Umstrittenes Transrapid-Projekt

Bögl hatte auch den Transrapid vom Münchner Zentrum zum Flughafen bauen wollen. Das Vorhaben war nicht nur wegen der hohen Kosten sehr umstritten. Die Anwohner fürchteten zudem Lärm und Erschütterungen, die Kommunen entlang der geplanten Trasse beklagten die drohenden Einschnitte in die Natur. Insgesamt 23.000 Einwendungen wurden im Planfeststellungsverfahren eingereicht. 2008 wurden die Pläne dann aufgegeben. Immer wieder einmal ins Gespräch gebracht wurden seitdem aber kleinere Magnetschwebebahn-Projekte, etwa für Verbindungen innerhalb des Flughafen-Geländes oder zwischen dem Flughafen und Nahverkehrssystemen. 

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Der Bund will Magnetschwebebahnen als Alternative zur Bahn testen. Dabei handele es sich um ein neues System, entwickelt von dem Baukonzern Max Bögl im oberpfälzischen Sengenthal.