BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Plädoyers im Schaufelschlag-Prozess erwartet | BR24

© BR-Studio Franken/Markus Klingele

Angeklagter vor dem Landgericht Nürnberg

Per Mail sharen
Teilen

    Plädoyers im Schaufelschlag-Prozess erwartet

    Weil er einen Mann mit einer Schaufel tödlich verletzt hat, steht ein 55-jähriger Bauarbeiter vor dem Landgericht Coburg. Der Prozess steht nun kurz vor seinem Ende. Heute werden die Plädoyers und eventuell auch das Urteil erwartet.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Zum Auftakt des Prozesses hatte der Angeklagte jede Tötungsabsicht bestritten. Als er seinen Kollegen mit einer Schaufel zu Boden geschlagen hatte, sei er schockiert gewesen. Er habe ihn keinesfalls so verletzen wollen, ließ der 38-Jährige seinen Anwalt erklären. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor.

    Streit auf der Baustelle

    Im Juni hatten die zwei auf einer Baustelle gearbeitet – der eine als Pflasterer, das spätere Opfer als Asphaltierer. Dieser warf dem Pflasterer vor, ein Betonmischer sei über seinen frisch aufgebrachten Asphalt gefahren – und schlug ihm die Brille von der Nase. Daraufhin haute dieser mit seiner Spitzschaufel gegen die Stirn seines Kollegen, der mit dem Hinterkopf auf den Boden prallte und später an den Folgen starb.

    Vorwurf des Vorsatzes

    Der Angeklagte erklärte, er habe vor dem Schlag einen weiteren Angriff seines Kontrahenten vermutet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte wusste, dass ein wuchtiger Schlag mit einer Schaufel zu tödlichen Verletzungen führen kann. Die Ermittlungsbehörde argumentiert, der 38-Jährige habe vorsätzlich getötet, ohne Mörder zu sein.