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Plädoyers im Prozess um Prügel-Attacke von Amberg | BR24

© BR/Rudolf Heinz

Die Angeklagten und ihre Verteidiger im Gericht

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    Plädoyers im Prozess um Prügel-Attacke von Amberg

    Im Prozess gegen vier Asylbewerber wegen ihrer Prügel-Attacke Ende Dezember in Amberg werden heute vor dem Amberger Landgericht die Plädoyers gehalten. 15 Menschen waren bei dem Gewaltexzess verletzt worden.

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    Im Prozess gegen vier Asylbewerber in Amberg werden heute Nachmittag die Plädoyers gehalten. Ein Urteil soll schon morgen fallen.

    Wahllos Passanten in Amberg angegriffen

    Die Afghanen und der Iraner haben gestanden, Ende Dezember wahllos auf Passanten in Amberg losgegangen und sie attackiert zu haben. Am Bahnhof, in der Bahnhofshalle, auf dem Vorplatz und in der Innenstadt beleidigten sie wahllos Passanten, ohrfeigten und traktierten sie mit Fäusten und Fußtritten - auch als die Opfer bereits am Boden lagen. Insgesamt wurden 15 Menschen verletzt.

    Nachdem gestern die Opfer ausgesagt haben, wurden heute letzte Zeugen vernommen. Anschließend hatte die Jugendgerichtshilfe das Wort.

    Prozess gegen Asylbewerber endet deutlich früher als geplant

    Ursprünglich waren 25 Verhandlungstage bis Juli angesetzt. Nun fällt bereits am fünften Prozesstag das Urteil. Bei einem so genannten Deal zu Beginn des Prozesses hatten Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidiger den Strafrahmen eingegrenzt. Im Gegenzug dazu räumten die 17 bis 19 Jahre alten Männer die Taten ein. Dreien stellte das Gericht Haftstrafen zwischen einem halben und eineinhalb Jahren in Aussicht, die zu Bewährung ausgesetzt werden können. Einer muss voraussichtlich in Haft. Gegen ihn wird auch eine zweite Anklage wegen ähnlicher Taten verhandelt. Ihm stellte das Gericht eine Haftstrafe zwischen zwei und zweieinhalb Jahren in Aussicht.

    Angeklagte haben sich für Prügel-Attacke entschuldigt

    Die vier Angeklagten drückten in Erklärungen ihrer Anwälte ihr Bedauern aus und entschuldigten sich. Sie führten die Angriffe auf zu viel Alkohol und Drogen zurück, die sie konsumiert hatten. Staatsanwaltschaft und auch die Verteidiger sprachen von "jugendtypischem Verhalten" und einer Gruppendynamik, die an dem Abend entstanden sei. Dennoch hätte die Intensität der Angriffe auch die Ermittler überrascht, sagten sie Anfang April, als sie die Ermittlungsergebnisse vorstellten.