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Plädoyers im Prozess um Prostituiertenmord in Augsburg | BR24

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Im Prozess um einen Prostituiertenmord vor mehr als 25 Jahren sollen heute vor dem Landgericht Augsburg die Plädoyers gehalten werden. Ein 50 Jahre alter Mann ist angeklagt, weil er 1993 eine Prostituierte erwürgt haben soll.

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Plädoyers im Prozess um Prostituiertenmord in Augsburg

Im Prozess um einen Prostituiertenmord vor mehr als 25 Jahren werden vor dem Landgericht Augsburg die Plädoyers gehalten. Ein 50 Jahre alter Mann wird beschuldigt, vor rund 25 Jahren in Augsburg eine Prostituierte getötet zu haben.

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Nach knapp vier Monaten Verhandlung werden Staatsanwaltschaft und Verteidigung vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts ihre Plädoyers halten. Die Ermittler hatten 2017 nach fast einem Vierteljahrhundert den ungeklärten Mordfall nochmals aufgerollt und den Mann festgenommen.

Plädoyers im Indizienprozess

Prozessbeobachtern zufolge gibt es für das Verfahren drei Möglichkeiten: Der Angeklagte wird wegen Mordes verurteilt, da das Gericht auch ohne Geständnis des Mannes die Indizienlage für ausreichend hält. Sollte das Gericht zu dem Schluss kommen, dass der Mann der Täter ist, aber die Tat nicht als Mord, sondern als Totschlag zu werten ist, müsste das Verfahren eingestellt werden, da der Totschlag verjährt wäre.

Verteidiger will Freispruch beantragen

Kommt die Kammer zu der Überzeugung, dass es keine lückenlose Indizienkette gibt, die eine Verurteilung wegen Mordes rechtfertigt, dann müsste der 50-Jährige freigesprochen werden. Eine Verurteilung wegen der späteren mutmaßlichen Vergewaltigung wäre aber möglich. Der Verteidiger des Mannes, Klaus Rödl, sagte dem BR vorab, er werde für seinen Mandanten einen Freispruch beantragen.

Angeklagter schweigt im Prozess

Der Angeklagte hat im knapp vier Monate langen Prozess zu allen Vorwürfen geschwiegen. Der Mann war verhaftet worden, nachdem wegen eines anderen Delikts bei ihm eine DNA-Probe genommen worden war und diese zu dem jahrzehntealten Mordfall führte.