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Pilz schädigt 13.000 Buchsbäume im Veitshöchheimer Rokokogarten | BR24

© BR/Albrecht Rauh

Der Cylindrocladium-Pilz hat die Buchsbäume im weltberühmten Rokokogarten am Veitshöchheimer Schloss befallen. Da es kein Mittel gegen den Pilz gibt, müssen nun 13.000 Pflanzen ersetzt werden.

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Pilz schädigt 13.000 Buchsbäume im Veitshöchheimer Rokokogarten

Ein trauriges Bild erwartet die Besucher derzeit im Veitshöchheimer Rokokogarten: Dort sind 13.000 Buchsbäume abgestorben. Ein Pilz hat sie befallen. Nun müssen die Gewächse herausgerissen und ersetzt werden.

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Anstrengende Arbeitseinsätzen stehen momentan dem Team der Gartenverwaltung Würzburg bevor. Sämtliche Buchsbaumgewächse, die im Veitshöchheimer Rokokogarten als Einrahmung für die Pflanzenbeete dienen, müssen herausgerissen werden. Der Grund: ein Pilzbefall. Betroffen sind etwa 13.000 Pflanzen, die in den kommenden Jahren durch andere Gewächse ersetzt werden müssen. Das wird voraussichtlich etwa vier bis fünf Jahre dauern.

Eibe als Alternative

"Der Pilz Cylindrocladium buxicola hat uns voll erwischt", sagt Manuel Bechtold von der Schlösser- und Gartenverwaltung Würzburg. Das Problem ist nicht unbekannt. Seit gut zehn Jahren testet die Schlösser- und Gartenverwaltung bereits Alternativen zum Buchsbaum. Nachdem es bislang kein erfolgreiches Mittel gibt, um den Pilz zu bekämpfen, hat sich die Gartenverwaltung nun entschieden, die Buchsbaumgewächse herauszureißen. Kleinbleibende Eiben sollen sie ersetzen. "Die Längsten, die wir haben, sind jetzt drei bis vier Jahre im Einsatz und haben sich sehr gut bewährt. Auch die Trockenheit in den letzten beiden Sommern ist gut vertragen worden", sagt Bechtold.

Buchsbäume historisch belegt

Das einzige Manko der Eiben sei die Farbe, sagt Bechtold. Sie sind etwas dunkler als der Buchs, die Triebe hellgrün. Das sei insofern ein Problem, da die Buchsanordnungen im Rokokogarten historisch belegt sind und im Rokokogarten eigentlich auch so beibehalten werden müssen. Ein Plan aus dem Jahr 1780 legt in Veitshöchheim fest wie die Beeteinfassungen aus Buchsbaum aussehen müssen. "Wir müssen uns jetzt von der reinen gartendenkmalpflegerischen Lehre verabschieden und auf eine Ersatzpflanze gehen", sagt Bechtold.