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Von Würzburg aus ist eine Motorrad-Demonstration gestartet, mit der der Initiator Aufmerksamkeit auf das Thema mentale Gesundheit schaffen will.

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    Motorrad-Demo für Depressionshilfe in Unterfranken

    Motorradfahrer aus ganz Deutschland sind am Samstag nach Unterfranken gekommen. Warum? Dort fand eine Motorrad-Demo statt. Damit will der Initiator Aufmerksamkeit für die Depressionshilfe schaffen und Spenden sammeln.

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    Von
    • Julia Dechet

    Sonnenschein, ein leichter Wind und warme Temperaturen – scheinbar perfektes Wetter für eine Tour mit dem Motorrad. So waren auch an diesem Samstag viele Biker in Unterfranken unterwegs. Allerdings nicht nur zum Spaß.

    Motorradfahrer aus ganz Deutschland in Unterfranken

    Von Würzburg aus hat die erste Motorrad-Demonstration für Depressionshilfe stattgefunden. Laut dem Veranstalter ist der "Fellows Ride" ein Pilotprojekt und soll nach erfolgreicher Durchführung im nächsten Jahr auch in anderen Städten Deutschlands organisiert werden. Zwischen 200 und 300 Biker waren laut einer Schätzung des Veranstalters mit dabei. Die Fahrzeuge kamen aus ganz Deutschland, es waren beispielsweise Kennzeichen aus Hannover oder Darmstadt zu sehen.

    Ziel: Mehr Aufmerksamkeit für Depressionshilfe

    Die Motorraddemo stand unter dem Motto "mit offenem Visier für Depressionshilfe". Initiator Dieter Schneider will so mehr Aufmerksamkeit auf die Volkskrankheit Depression lenken. Sein Sohn hatte sich vor einigen Jahren nach einer schweren Depression das Leben genommen. Schneider wünscht sich nach eigener Aussage, dass in Deutschland tabulos und ohne Stigmatisierung mit dem Thema mentaler Gesundheit umgegangen wird.

    Die Teilnahme an der Demo ist kostenlos, es wird aber um eine Spende für Projekte an der Psychiatrie am Würzburger Uniklinikum gebeten. Mit dem Geld soll unter anderem eine klinische Studie über die Verträglichkeit eines Psychopharmakons unterstützt werden, heißt es von Seiten des Veranstalters.

    Tour durch Landkreise Würzburg und Kitzingen

    Gestartet ist die Tour in Würzburg. Von dort aus fuhr die Motorradgruppe entlang des Mains über Marktbreit, Geiselwind, Volkach, Sommerach und Sommerhausen wieder zurück nach Würzburg. Schirmherr des "Fellows Ride" ist Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU).

    Idee aus Australien übernommen

    Die Idee zum "Fellows Ride" kam dem Initiator auf einer Motorradtour durch Australien. Dort findet seit 2009 in verschiedenen Städten der sogenannte "Black Dog Ride" statt. Dabei werben Motorradfahrer für Depressionshilfe und Suizidprävention. Laut der Webseite des "Black Dog Ride" wurden seitdem im Rahmen der Motorrad-Demos Millionen an Australischen Dollars für Programme zur mentalen Gesundheit im Land gesammelt.

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