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Meitingen testet das Abwasser der örtlichen Schulen und Kitas auf Coronaviren. Werden Rückstände festgestellt, soll die Ausbreitung des Virus in den Einrichtungen mit Schnelltests und Quarantäne verhindert werden.

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Pilotprojekt: Meitingen testet Schulabwasser auf Coronaviren

Die Marktgemeinde Meitingen untersucht das Abwasser der örtlichen Schulen und Kitas auf Coronaviren. Werden Rückstände nachgewiesen, dann soll die Ausbreitung des Coronavirus in den Schulen mit Schnelltests und Quarantäne verhindert werden.

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Von
  • Barbara Leinfelder
  • Veronika Scheidl

Die Marktgemeinde Meitingen im Landkreis Augsburg testet derzeit das Abwasser der örtlichen Schulen und Kitas auf Rückstände von Coronaviren. Dazu zieht ein Mitarbeiter der Gemeinde aus den Abwasserschächten Proben, die nun im Labor untersucht werden. Das Ziel: Prüfen, ob so frühzeitig Infektionen festgestellt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden können. Am Dienstagabend wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Abwasseruntersuchung soll Ausbreitung des Coronavirus verhindern

Der rund 12.000 Einwohner zählende Ort verfügt über mehrere große Schulen, zahlreiche Kinder und Jugendliche pendeln aus dem Umland ein. Wenn nun durch die Abwassertests bestimmte Normwerte überschritten werden, könne die Schule reagieren - und mit entsprechenden Schnelltests und Quarantänemaßnahmen eine weitere Ausbreitung verhindern, erklärt der Augsburger Landrat Martin Sailer. Zuletzt habe es in Meitingen immer wieder hohe Inzidenzwerte gegeben, nun wolle man "vor die Lage kommen“.

Deutschlandweit seien solche Abwasseruntersuchungen bislang nur in größeren Städten üblich, erläuterte Bürgermeister Michael Higl. Vorteil dieses "Meitinger Wegs" sei es, dass so möglicherweise noch vor einem größeren Ausbruch der Krankheit Maßnahmen ergriffen werden können.

Bereits eine infizierte Person ausfindig gemacht

40 Probenentnahmen innerhalb von fünf Wochen sind im aktuellen Pilotprojekt vorgesehen, 17 Proben wurden bereits gezogen. Dabei wurden zweimal Rückstände des Virus nachgewiesen, in der Schule und in einem Kindergarten. In der Schule wurde durch eine anschließende freiwillige Schnelltestaktion eine infizierte Person ausfindig gemacht, die zum Zeitpunkt symptomfrei war.

Betriebe zeigen Interesse an Abwasseruntersuchung

Der Markt Meitingen finanziert die Projektkosten mit rund 10.000 Euro weitgehend selbst, 3.000 Euro schießt der Landkreis zu. Landrat Martin Sailer hofft darauf, dass das bayerische Gesundheitsministerium mit einsteigt und der Test ausgeweitet werden kann, entsprechende Gespräche laufen laut Sailer bereits. Interesse gebe es auch aus der Wirtschaft: Gleich mehrere Betriebe, sagte Bürgermeister Higl, hätten sich bereits bei ihm gemeldet.

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