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Auf dem Smartphone sieht man die Oberfläche der BayernFunk-App mit den Reitern News, Biete, Suche, Events und Gruppen. Darunter sieht man eine amtliche Meldung.

In Mühldorf am Inn ist die BayernFunk-App erstmals landkreisweit verfügbar.

Bildrechte: BR / Katrin Nöbauer
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    Pilotprojekt in Mühldorf: App soll Zusammenhalt stärken

    Die BayernFunk-App soll die Gemeinschaft in Bayerns Kommunen fördern und den Informationsaustausch erleichtern. In Mühldorf ist sie nun zum ersten Mal für einen ganzen Landkreis verfügbar.

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    Katrin NöbauerKatrin Nöbauer
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    Seit dieser Woche ist die BayernFunk-App im ganzen Landkreis Mühldorf verfügbar. Neben dem Landratsamt beteiligen sich zwölf Gemeinden, Vereine und Einrichtungen aus dem Landkreis. Aber auch alle Bürgerinnen und Bürger können sich die App auf ihr Smartphone herunterladen und "mitfunken".

    Lokale Social-Media-Plattform für Informationsaustausch

    Die App BayernFunk funktioniert wie ein kleines soziales Netzwerk auf Gemeindeebene. Bürgerinnen und Bürger können dort Gesuche und Angebote veröffentlichen, oder sich über die Ratsch-Funktion austauschen. Dazu können sie sich auch in offenen oder geschlossenen Gruppen zusammenfinden. Der Landkreis und die Gemeinden informieren mit "Amtlichen Mitteilungen" zusätzlich über den News-Kanal.

    Landrat Heimerl sieht BayernFunk-App als Chance

    Der Mühldorfer Landrat Max Heimerl sieht die App als ideales Mittel, um sich zu vernetzen: Der BayernFunk fördere das Miteinander und stärke die örtliche Gemeinschaft. Zudem sei die Digitalisierung ein wesentlicher Baustein für die Zukunftssicherung der Region.

    Mühldorf als "digitaler Leuchtturm"

    Entwickelt haben die App die Versicherungskammer Bayern (VKB) und das Frauenhofer Institut. Seit etwa einem Jahr ist sie verfügbar und 130 bayerische Gemeinden nutzen sie aktuell. Mühldorf ist der erste Landkreis und damit "digitaler Leuchtturm", meint Johannes Wagner, der den Bereich Innovation in der VKB leitet. Sie seien aber auch schon in Gesprächen mit anderen Landkreisen, beispielsweise dem Landkreis Fürth.

    Lokales Reporter-Netzwerk soll App professioneller bestücken

    Am Anfang erhalten die Kommunen eine Einführung. Auch Vereine und andere örtliche Institutionen sind daran beteiligt: So soll ein lokales Reporter-Netzwerk aufgebaut werden. Die Reporterinnen und Reporter können im Namen ihrer Einrichtungen priorisiert Nachrichten absetzen - beispielsweise auch am Laptop und nicht nur am Handy.

    Das sind laut Entwickler die Vorteile der App

    Die Verbindung von Bürgeraustausch und amtlichen Informationen sieht Johannes Wagner von der VKB als große Stärke der App an. Zudem sei sie Datenschutz-konform nach DSGVO, was seiner Meinung nach immer wichtiger werden wird. Die Landkreise und Kommunen könnten so auch digital ihrer Informationspflicht nachkommen - gerade jetzt in der Corona-Zeit.

    Von diesen Altersgruppen wird die App bisher genutzt

    In den bisherigen Kommunen wird die BayernFunk-App ab 25 Jahren aufwärts über alle Altersgruppen verteilt genutzt. Die ganz Jungen nutzen die App wohl noch nicht so. Johannes Wagner von der VKB sieht den Bezug zum Heimatort als wichtiges Kriterium: "Die Leute interessieren sich für den Ort und wollen sich einbringen." Damit auch Seniorinnen und Senioren die App gut nutzen können, habe das Frauenhofer IESE-Institut bei der App-Entwicklung die Farbgebung entsprechend inklusiv gewählt, erklärt Wagner.

    BayernFunk soll Ehrenamt stärken

    Neben der VKB und dem Frauenhofer Institut ist auch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) einer der Kooperationspartner der BayernFunk-App: Sie soll auch das ehrenamtliche Engagement im eigenen Ort erleichtern, betont Johannes Wagner von der VKB. Denn oft wüsste man ja gar nicht, wo man sich engagieren könne, meint er. Langfristig soll die BayernFunk-App in allen interessierten Kommunen verfügbar sein.

    So wird die App BayernFunk in Mühldorf genutzt

    Im Raum Mühldorf sind im Ratsch-Bereich schon Fotos von der Grundschule Heldenstein, dem Schwindacher Schützenverein und dem Buchbacher Obst- und Erlebnishof zu sehen. Bei "Biete" werden fleißig Möbel und Reifen angeboten und bei "Suche" nach Wein und Technik gesucht. Der EHC Waldkraiburg will mit der aktiven Nutzung aber beispielsweise auch noch warten, bis sich die Corona-bedingten Unsicherheiten im Eishockey-Spielbetrieb gelegt haben: "Ich erkenne aber ein großes Potenzial in der Sache an sich, und ich wünsche mir dass sich um diese App eine große und aktive Community bildet", teilte Vereinssprecher Alex Ahrends mit.

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