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Mikroinjektion von Spermien in eine Eizelle

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    PID-Bilanz: Gut 100 Ausnahmen für werdende Eltern

    In Bayern haben im laufenden Jahr gut 100 werdende Eltern grünes Licht für eine Untersuchung ihrer Embryonen auf genetische Defekte erhalten. Die Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik (PID) entschied über 128 Anträge, 26 wurden abgelehnt.

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    Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte bei der Vorlage der Zahlen in München, dass die PID nach dem bayerischen Embryonenschutzgesetz nur in Ausnahmefällen unter strengen Voraussetzungen und in wenigen zugelassenen Zentren vorgenommen werden dürfe. Wenn bei einem Elternpaar ein hohes Risiko für eine schwere Erbkrankheit besteht, könnten aber durch künstliche Befruchtung erzeugte Embryos vor der Übertragung in die Gebärmutter genetisch untersucht werden.

    Die bayerische Kommission für PID hatte im Oktober 2015 ihre Arbeit aufgenommen. Kritiker der strengen PID-Regelung monieren, dass der Weg zu einer PID und damit zur Verhinderung einer Schwangerschaft für Paare sehr schwierig sei. Eine Fruchtwasseruntersuchung in der Schwangerschaft sei hingegen vergleichsweise problemlos. Eine Frau müsse also womöglich eine Schwangerschaft mit dem Risiko einer genetischen Schädigung ihres Kindes erst einmal eingehen, um dann nach Wochen abzutreiben, anstatt die Schwangerschaft gar nicht erst zustande kommen zu lassen.