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Piazolo zu Schulstart: "Rückmeldungen sind positiv" | BR24

© pa/dpa

Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (FW)

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    Piazolo zu Schulstart: "Rückmeldungen sind positiv"

    Einen Tag nach Beginn des neuen Schuljahres zieht der Bayerische Kultusminister Michael Piazolo (FW) eine positive Bilanz des Schulstarts. Er lobt das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler. Zugleich versprach er weitere Angebote.

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    Von
    • Roana Brogsitter

    Unter strengen Auflagen hat gestern in Bayern das neue Schuljahr begonnen. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte vorab trotz der immensen Herausforderungen Zuversicht verbreitet. Diese sieht er im Interview mit dem BR einen Tag nach Beginn des neuen Schuljahres bestätigt: "Die Rückmeldungen sind positiv." Auch sein persönlicher Eindruck sei, dass sich die Schulen sehr gut vorbereitet hätten und dass es sehr gut funktioniert habe. Besonders beeindruckt hätten ihn die Schülerinnen und Schüler, die die Maskenpflicht verantwortungsbewusst und positiv angenommen hätten.

    Kritik von Eltern

    Im Bayern 2 Tagesgespräch kritisierten allerdings zahlreiche Eltern die Hygienekonzepte. Was würden die strengen Auflagen nützen, wenn die Schülerinnen und Schüler diese in der Freizeit nicht einhielten, fragte beispielsweise ein Vater. Die Schulen hätten aktuell die Aufgabe, den Schülern die Hygienevorschriften so zu erklären, dass den Schülern klar werde, dass diese auch in der Freizeit wichtig seien, so die Antwort von Kultusminister Piazolo. Jenseits der Schultore könnten sie den Schülerinnen und Schülern aber natürlich keine Vorschriften machen.

    Mangel an Konzepten

    Kritik gab es auch an der mangelnden Digitalisierung der Schulen sowie entsprechender Bildungskonzepte. Dazu Michael Piazolo: "Ich glaube, dass unsere Lehrkräfte einen guten Job gemacht haben." Der Fernunterricht habe sich in den Monaten des Homeschoolings ständig verändert und verbessert. Distanzunterricht sei jetzt auch in die Schulordnung aufgenommen worden, damit dieser nach Stundenplan stattfinden könne. Außerdem habe Bayern 100.000 digitale Leihgeräte für Schüler bereitgestellt, über 90.000 Lehrkräfte hätten in den letzten Monaten Fortbildungen absolviert. In Kernfächern würden den Schülern jetzt Brückenkurse angeboten, um die Defizite aus dem letzten Schuljahr aufzuholen. Geplant sei weiterhin ein breites Angebot von Lernvideos, die den Schülern auf der Lernplattform mebis angeboten werden sollen.

    "Regelbetrieb mit umfassendem Hygienekonzept"

    "Regelbetrieb mit umfassendem Hygienekonzept", lautet die Devise der Staatsregierung, um Ansteckungen von Schülern und Lehrern zu verhindern. Dies bedeutet: Auf dem gesamten Schulgelände herrscht Maskenpflicht. In den ersten zwei Schulwochen gilt diese an weiterführenden Schulen auch im Unterricht. Erst danach dürfen Lehrer und Schüler die Masken an ihrem Sitzplatz im Klassenzimmer abnehmen. Der "Rahmen-Hygieneplan" sieht ferner vor, dass die Klassenzimmer alle 45 Minuten für mindestens fünf Minuten gelüftet werden. Ansonsten gelten die gängigen Hygieneregeln - mit einer Ausnahme: Der Mindestabstand zwischen Schülern einer Klasse wurde aufgehoben. Sport- und Musikunterricht finden unter Einhaltung von Hygieneregeln statt.

    Drei-Stufen-Plan

    Sollte das Infektionsgeschehen in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt jedoch wieder deutlich zulegen, tritt ein 3-Stufen-Plan in Kraft. Stufe eins: Bis zu einem Wert unter 35 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen ist ein Regelbetrieb unter Hygieneauflagen geplant. Stufe zwei greift ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35, dann gilt an weiterführenden Schulen auch im Unterricht eine Maskenpflicht - sofern zwischen den Schülern der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

    Ab dem Grenzwert von 50 (Stufe drei) ist in allen Schulen wieder die Einhaltung eines Mindestabstands von eineinhalb Metern Pflicht. Aufgrund der Raumverhältnisse in den meisten Schulen werden dann die Klassen in der Regel geteilt werden müssen, was zu einem Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht für die Gruppen führt. Im Unterricht gilt dann verpflichtend eine Maskenpflicht - auch für Grundschüler.

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