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Piazolo: Vorbereitungen auf Unterricht "auf Hochtouren".

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    Piazolo: Unterrichtsvorbereitungen laufen "auf Hochtouren"

    Die Vorbereitungen auf einen digitalen Unterrichtsstart nach den Weihnachtsferien laufen laut Kultusministerium auf Hochtouren. Dabei gehe es vor allem um eine Verbesserung der Mebis-Lernplattform, sagt Minister Piazolo. Die Grünen fordern noch mehr.

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    Von
    • Gabriele Dunkel
    • BR24 Redaktion

    Schulen, Lehrerverbände, Schüler und Eltern wünschen sich, dass der Schulunterricht in Bayern nach den verlängerten Weihnachtsferien möglichst schnell und intensiv fortgesetzt werden kann. Für den Distanz- und Wechselunterricht ist ein wesentlicher Baustein hierfür die bayerische Online-Lernplattform Mebis, die an den Tagen vor den Ferien wegen zu großer Nachfrage stundenweise oder ganz zusammengebrochen war.

    Auch schon während des Lockdowns im Frühjahr war Mebis überfordert gewesen. Deshalb gab es auch harsche Kritik an Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler), und auch in der schwarz-orangen Koalition hatte es deshalb geknirscht.

    Ertüchtigung der Lernplattform Mebis

    Darum wird Mebis - wie vor Weihnachten schon angekündigt - derzeit "mit hohem Ressourceneinsatz optimiert", so das Kultusministerium. Rund ein Achtel der bayerischen Schüler sollen Mebis pro Tag nutzen können. Externe IT-Dienstleister und Partner führten regelmäßig eng getaktete Lasttests durch.

    Die Fachleute passen demnach die erweiterten Speicherkapazitäten noch besser an das Mebis-Betriebssystem an und vereinfachen den Anmeldeprozess mit einem neuen Plug-in. Trotzdem empfiehlt das Ministerium den Schulen, Mebis nach den Ferien nur gestaffelt zu nutzen.

    Mebis weiter nicht für Konferenzschaltungen geeignet

    Die Vorbereitungen für den Schulbeginn liefen "auf Hochtouren", so das Kultusministerium. Mebis wird aber wohl auch weiter nicht das Tool der Wahl für Konferenzschaltungen werden, da es vor allem für das Einstellen und Austauschen von Lerninhalten konzipiert ist. Für Videokonferenzen stehe aber eine große Bandbreite an digitalen Instrumenten zur Verfügung, darunter Videokonferenz-Tools wie MS Teams, eigene Schulportale, Cloud-Speicher, Web-Office-Programme und Lernplattformen. Die sollten die Schulen auch nutzen, so das Kultusministerium.

    Kritik und Forderungen von den Grünen

    Ob und wie die Schulen nach den Ferien öffnen, ist jedoch weiter unklar. Die Landtags-Grünen forderten Kultusminister Michael Piazolo deshalb auf, schnellstmöglich einen "Fahrplan" für den weiteren Schulbetrieb vorzulegen. Auch die Übertritts- und Prüfungsbedingungen für das verbleibende Schuljahr 2020/21 müssten nun genau definiert werden, verlangte die Grünen-Landtagsfraktion.

    Jetzt müssten auch die Optionen "auf den Tisch" gelegt werden, wie Schülerinnen und Schüler - je nach Infektionsgeschehen - beschult und betreut werden, sagte die Abgeordnete Gabriele Triebel. Es gelte, tragfähige digitale Plattformen für Distanzunterricht aufzustellen - dazu gehöre, die Nachfolge des Programms MS Teams ab April zu klären und die Mebis-Serverkapazitäten aufzustocken.

    Stoff für Abschlussprüfungen abspecken

    Bei den Abschlussprüfungen müssten wegen der coronabedingten Lernrückstände inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden, forderten die Grünen. Beim Übertrittsverfahren für die Viertklässler brauche es "Günstigkeitsregelungen".

    Zudem müsse eine Schnelltest-Strategie für Schulen eingeführt werden. Sobald die Infektionszahlen niedriger lägen, müsse den Schulen Entscheidungsfreiheit über ihre jeweilige Schulorganisation gegeben werden.

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