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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo sieht die Schulen für den Distanzunterricht technisch gut gerüstet. Dieser könne aber den Präsenzunterricht niemals ersetzen. Präsenzunterricht ab Februar kann der Minister nicht garantieren.

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Piazolo: Größte Sorge? "Dass wir nicht jeden erreichen"

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo sieht die Schulen für den Distanzunterricht technisch gut gerüstet. Dieser könne aber den Präsenzunterricht niemals ersetzen. Präsenzunterricht ab Februar kann der Minister nicht garantieren.

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Von
  • Jörn Sawatzki

Mit dem heutigen Schulbeginn nach den Weihnachtsferien sieht Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) alle Schularten für einen Distanzunterricht technisch gut gerüstet. Dabei sei aber die Lernplattform Mebis nicht das richtige Mittel, um mit den Schülerinnen und Schülern in direkten Kontakt zu treten, sagte Piazolo im Interview mit B5 aktuell.

"Videokonferenz-Tool (...) das ist das Mittel, um wirklich an die Schüler direkt ranzukommen, um persönlichen Kontakt zu haben". Michael Piazolo, Bayerischer Kultusminister

Der Minister betonte, dass sein Ministerium in allen technischen Belangen nachgerüstet habe, um alle Voraussetzungen zu schaffen, die ein Distanzunterricht verlange. Gleichzeitig erklärte er, dass Lernen zu Hause niemals den Präsenzunterricht werde ersetzen können. Auch bat er darum, die Erwartungshaltung in Zeiten von Corona nicht zu hoch zu schrauben.

Piazolo: Telefon wichtig für den persönlichen Kontakt

Auch wenn die Schulen versuchten, den Distanzunterricht so gut wie möglich zu gestalten, zeigte sich der Minister besorgt: "Das sag ich ganz offen, das ist auch meine größte Sorge, dass wir nicht jeden erreichen". Piazolo sagte in diesem Zusammenhang, dass deswegen auch das Telefon eine wichtige Rolle in der Zeit des Distanzunterrichts spiele. Er verteidigte sich damit gegen Kritik, er habe das Telefon als Alternative zu digitalen Lernmitteln ins Spiel gebracht. "Das wichtigste ist, Kontakt zu halten (...) und da kann auch mal das Telefon ein Mittel sein"

Piazolo will Präsenzunterricht ab Februar nicht garantieren

Mit Blick auf Leistungsnachweisen und Abschlüssen versicherte Piazolo, dass es dafür verschiedene Pläne gebe. So würde zum Beispiel die Zahl der Schulaufgaben gekürzt werden. An die Eltern appellierte er, dass sie sich nicht allzu große Sorge machen müssten: Versäumtes würde mit Brücken und Förderkursen aufgeholt werden. Wichtig war Piazolo die Feststellung, dass sein Ministerium alles dafür tue, damit "wir faire Bedingungen für unsere Schülerinnen und Schülern schaffen."

Dass der Präsenzunterricht ab dem 1. Februar stattfinden kann, wollte Piazolo nicht versprechen:

"Wenn die Zahlen nicht deutlich zurück gehen und das tun sie nicht, können wir nicht sagen, alle Schüler einfach wieder am 1. Februar in die Schulen." Michael Piazolo, bayerischer Kultusminister

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