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Wie sicher sind Schulbusse? Polizeikontrolle in Pfronten

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Polizei kontrolliert Sicherheit von Schulbussen in Pfronten

Zu Zehntausenden sind sie seit ein paar Wochen wieder unterwegs: Schüler in Schulbussen. Aber sind sie dort auch sicher? Das will die Polizei im Allgäu wissen. Die Beamten kontrollieren deshalb zurzeit Schulbusse.

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Von
  • Rupert Waldmüller
  • Andreas Herz

Morgens um halb acht in Pfronten: Frank Kästner vom Schwerlastkontrolltrupp der Kemptener Verkehrspolizei nimmt mit seiner Kollegin vor der Grund- und Mittelschule die Busse und ihre Fahrer unter die Lupe: "Das erste, was ich mir anschau: Passt der Führerschein zum Fahrer? Hat er die Führerscheinklasse zum Führen von Bussen?"

Rundgang um den Bus

Nach der Kontrolle des Fahrzeugscheins ist der Bus dran. Ist er als Schulbus gekennzeichnet? Hat er noch TÜV? Wie sieht es mit der Sicherheitsprüfung aus? All das kontrolliert der Polizist im Vorbeigehen und hakt die Punkte auf einer Checkliste ab. Dann zückt er seine Taschenlampe und untersucht die Reifen: "Ich schaue an, ob Beschädigungen im Reifen vorhanden sind, ob Risse im Reifen sind oder ob die Karkasse eventuell sogar rausschaut. Hier ist alles in Ordnung."

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Polizei kontrolliert Sicherheit von Schulbussen in Pfronten

"In den letzten Jahren hat es sich gebessert"

Jedes Jahr zum Schuljahresbeginn gucken die Spezialisten der Kemptener Verkehrspolizei bei den Schulbussen ganz genau hin. Im Vergleich zu früheren Kontrollen haben die Beamten inzwischen deutlich weniger zu beanstanden. "Vor Jahren gab es Busse, wo Rahmen tatsächlich durchgerostet waren", sagt Kästner. "In den letzten Jahren hat sich das Ganze gebessert: Die Busse haben einen guten technischen Standard. Vielleicht mal abgefahrene Reifen, das kommt vor. Aber grundsätzlich sind wir auf einem guten Weg."

Busfahrer sucht den Feuerlöscher

Größtes Problem sind oft die Ausrüstungsgegenstände: Wo ist der Feuerlöscher? Wo die Warnweste? Wie sieht es mit Nothammer und Unterlegkeil aus? Ein polnischer Fahrer, den Polizistin Jessica Hecker gerade kontrolliert, hat da so seine Schwierigkeiten: "Wir müssen da mal mit ihrem Chef ein paar Takte reden", sagt Jessica Hecker. "Weil so kann das nicht sein. Dass Sie teilweise gar nicht wissen, was Sie brauchen. Und wo sich die Sachen befinden. Das hat uns jetzt über zehn Minuten gekostet und sollte im Ernstfall nicht so sein. OK?"

Verständnis für Kontrollen

Bei einem Kleinbus desselben Busunternehmers fehlen dann Feuerlöscher, Warnweste, Nothammer und Unterlegkeil sogar ganz. Der Fahrer, der eigentlich dafür verantwortlich ist, dass sein Bus richtig ausgerüstet ist, steht daneben und zuckt mit den Schultern: "Das ist halt so jetzt. Gut, die sollen jetzt eine Mängelanzeige schreiben und dann muss sich der Chef drum kümmern. Ich finde das ja gut, wenn sie es machen. Es gibt ja nicht umsonst die Vorschriften. Dann sollte sich man auch dran halten."

In der Regel bleibt es bei den Schulbuskontrollen bei Verwarnungen wie heute auch in Pfronten. Grobe technische Mängel haben Frank Kästner und seine Kollegin nicht gefunden.

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