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PFOA-Anzeigen: Staatsanwaltschaft lehnt erneute Ermittlungen ab | BR24

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Die Staatsanwaltschaft Traunstein wird wegen möglicher Gesundheitsgefährdung durch die Chemikalie PFOA nicht wieder ermitteln. Eine Beschwerde von einigen Betroffenen aus dem Landkreis Altötting bleibt damit erst mal erfolglos.

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PFOA-Anzeigen: Staatsanwaltschaft lehnt erneute Ermittlungen ab

Die Staatsanwaltschaft Traunstein wird ihre Ermittlungen wegen möglicher Gesundheitsgefährdung durch die Chemikalie PFOA nicht wieder aufnehmen. Eine Beschwerde mehrerer Betroffener aus dem Landkreis Altötting bleibt damit vorerst erfolglos.

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Die Staatsanwaltschaft Traunstein hält sich ziemlich bedeckt: Eine Begründung, warum sie nicht erneut ermitteln will, teilt die Behörde auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks nicht mit. Für den SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn ist die Entscheidung unverständlich. Es gehe um eine erhebliche Gesundheitsgefahr, schreibt er auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Viele Menschen hätten PFOA im Blut. Von Brunn hofft nun, dass die Generalstaatsanwaltschaft in München doch noch weitere Ermittlungen anordnet. Sie hat in diesem Fall das letzte Wort.

Verunreinigtes Trinkwasser im Landkreis Altötting

PFOA gilt als möglicherweise krebserregend und hat im Landkreis Altötting auf einer Fläche von 230 Quadratkilometern Erdreich und Trinkwasser verunreinigt. Der Stoff war im Chemiepark Gendorf bei Burgkirchen jahrzehntelang legal hergestellt worden.

Anzeigen wegen möglicher Gesundheitsgefährdung

Mehrere Privatpersonen mit hohen Blutbelastungswerten hatten vor einigen Monaten Anzeige wegen möglicher Gesundheitsgefährdung erstattet. Sie glauben, das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und das Landratsamt Altötting hätten früh über die Risiken Bescheid gewusst, die Menschen aber nicht gewarnt.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hatte die Anzeigen zurückgewiesen. Zur Begründung verwies die Behörde auf das LGL. Dieses habe keine konkrete gesundheitliche Gefährdung festgestellt. Auch Untersuchungen von Boden und Grundwasser hätten keine gesundheitliche Beeinträchtigung durch PFOA-Belastungen ergeben.

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