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Systemrelevante Heldin?! Eine Pflegerin führt Corona-Tagebuch | BR24

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Julia Niedermeier fragt sich, ob die Pflege diese Krise stemmen kann.

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    Systemrelevante Heldin?! Eine Pflegerin führt Corona-Tagebuch

    Kostenlose Mahlzeiten, 500 Euro Prämie. Julia bekommt plötzlich von allen Seiten Anerkennung als Pflegerin. Doch Pflegende arbeiten gerade mehr denn je am Limit. Sie fragt sich, ob das Gesundheitssystem diese Belastung aushält.

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    Von
    • Sarah Pache

    Vor den Eingängen stehen seit kurzem Securities. Schutzmasken und Desinfektionsmittel werden geklaut. Statt dem sonst so regen Besuchertreiben breitet sich eine spürbare Nervosität in den leeren Fluren aus. Julia Niedermeier hat Angst. Angst vor dem, was erst noch kommen wird.

    Angst vor dem, was erst noch kommt

    Sie ist Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege in einem Krankenhaus in Deggendorf. Für "Mein Corona-life", einem neuen BR24 YouTube Format, führt sie ein Video Tagebuch. Sie nimmt uns mit in ihren Alltag, mit auf Station, mit in ihre Gedankenwelt.

    Dass sie jetzt kostenlose Mahlzeiten bekommt, ist für Julia nur ein schwacher Trost. Ihre Ohren schmerzen durch das Dauertragen des Mundschutzes. Die Situation ist für sie unwirklich und beängstigend. Sie übt Kritik, nicht nur an dem Wort systemrelevant, sondern auch an den Strukturen, die schon seit längerer Zeit im argen liegen, wie sie findet. Ihren Humor hat die 21-Jährige dennoch nicht verloren.

    Informationen zum neuen BR24 YouTube Format

    Das Coronavirus hat unser aller Alltag von heute auf morgen komplett umgekrempelt. Während die einen mit Existenzängsten kämpfen, weil sie plötzlich keinen Job mehr haben, schieben andere Dauerschichten in Berufen, die jetzt systemrelevant sind.

    In "Mein Corona-life" berichten Bürger:innen aus ihrem Leben im Ausnahmezustand. Sie filmen sich selbst mit ihrem Handy und führen ein Video Tagebuch. Dabei geht es nicht nur um Ängste und Sorgen, sondern auch um Wege mit dieser Krise gut umzugehen.