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Pfingstferien: Was geht, was geht nicht in Unterfranken? | BR24

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Bildrechte: Daniel Reinhardt / dpa

Kinder baden im See

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    Pfingstferien: Was geht, was geht nicht in Unterfranken?

    Endlich Ferien! Doch die Fahrt in den Urlaub fällt für die meisten Menschen wegen der Corona-Pandemie aus. Trotzdem gibt es genügend Möglichkeiten, die Freizeit in Unterfranken zu gestalten.

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    Von
    • Conny Kleinschroth
    • BR24 Redaktion

    Die Pfingstferien haben begonnen, in Urlaub fahren können wegen der Corona-Pandemie die wenigsten. Sich zu Hause langweilen muss aber auch nicht sein. Wir zeigen, was an Freizeit in Unterfranken möglich ist.

    Filme gucken im Freiluft- oder Autokino

    Die Kinos bleiben zwar offiziell bis zum 15. Juni geschlossen, doch auf Filme auf der großen Leinwand müssen Kinoliebhaber keinesfalls verzichten. Nach Würzburg, Kitzingen und Wertheim flimmern nun auch auf dem Aschaffenburger Volksfestplatz zum ersten Mal Filme über einen überdimensionalen Bildschirm – eine Initiative des Casino- und des Kinopolis-Kinos. Maximal 200 Autos dürfen das Aschaffenburger Autokino besuchen. Die Tickets dafür gibt es ausschließlich online zu kaufen.

    Pack‘ die Badehose ein!

    Für viele fällt die Fahrt ans Meer in den Pfingstferien zwar aus, doch statt Strandurlaub in südlichen Gefilden locken dafür die Ufer der Badeseen in der Region. So hat der Naturbadesee in Arnstein (Lkr. Main-Spessart) geöffnet. Dazu gehört auch ein kleiner Kiosk. Wer dort seinen Hunger mit Pommes und Bratwurst stillen will, muss sich allerdings an die allgemein gültigen Hygiene- und Abstandsregeln halten. Im Wasser und auf der Liegewiese gibt es freilich keine Maskenpflicht, dennoch ist auch hier der nötige Abstand geboten und der Aufenthalt in Gruppen untersagt.

    Corona-Ticker: Alle wichtigen News für Unterfranken

    Outdoor-Sport am See und im Wald

    Das Gleiche gilt für den Schweinfurter Baggersee. Dort ist auch der Kletterwald unter entsprechenden Auflagen geöffnet. Auch im Kletterwald Einsiedel im Gramschatzer Wald dürfen Besucher zwischen den Baumkronen herumkraxeln und sich aus luftigen Höhen abseilen, der Hochseilgarten Frankenturm in Eibelstadt (Lkr. Würzburg) hat ebenfalls geöffnet, täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr.

    Zum Ellertshäuser See im Landkreis Schweinfurt fährt sogar ein "See-Shuttle". Acht Freizeitbuslinien aus den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld bringen Badegäste und Wassersportler an den 33 Hektar großen Stausee mit seinen vielen Freizeitangeboten inklusive Gastronomie und Kiosk. Interessant für Fahrgäste aus dem südöstlichen Landkreis sind insbesondere auch die Umsteigemöglichkeiten in Bad Kissingen in den Kreuzberg-Shuttle zum Kreuzberg oder nach Hammelburg bzw. in den Bäderlandbus nach Bad Neustadt oder Bad Brückenau. Der See-Shuttle fährt – angepasst an die Ferienzeiten vom 30. Mai bis zum 6. September vom östlichen Landkreis Bad Kissingen aus den Ellertshäuser See immer an Samstagen, Sonn- und Feiertagen an. An allen Haltestellen und in den Bussen gilt Maskenpflicht.

    Badeseen in Kahl am Main und Erlabrunn öffnen wieder

    Ab dem 8. Juni sind dann auch der Badesee in Kahl am Main (Lkr. Aschaffenburg), sowie der Erlabrunner Badesee (Lkr. Würzburg) wieder geöffnet. In Erlabrunn hat man die Zwangspause der letzten Wochen genutzt, um das Naherholungsgebiet auf Vordermann zu bringen: "Der Kioskbetreiber hat einige Neuerungen für die Gäste vorgesehen. Auch an unsere kleinsten Gäste haben wir gedacht: das große Sandfeld wurde erneuert, das Spielschiff auf dem Spielplatz war etwas in die Jahre gekommen und erstrahlt nun auch wieder in neuem Glanz", heißt es auf der Internetseite des Landratsamtes Würzburg.

    Freibäder bleiben vorerst geschlossen

    "Düster" sind die Aussichten für das Freibad in Aschaffenburg, bedauert der Geschäftsführer der Aschaffenburger Bäderbetriebe, Dieter Gerlach. "Es ist ein einziges Hin und Her. Vor ein paar Tagen sind wir noch davon ausgegangen, dass wir diesen Sommer gar nicht mehr öffnen. Wir haben alle Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt", sagt Gerlach. Es fehle immer noch eine Allgemeinverfügung mit den entsprechenden Vorgaben für eine Öffnung. "Für eine solide Öffnung brauchen wir außerdem zwei bis drei Wochen Vorlauf, alleine um die Becken fertig zu machen und den Verkauf von Online-Tickets zu bewerkstelligen", so Gerlach. "Wir strengen uns an, aber innerhalb der Pfingstferien kriegen wir das nicht hin."

    Anderen Freibädern in der Region, wie etwa dem Dallenbergbad in Würzburg sowie dem Terrassenschwimmbad in Bad Kissingen geht es ähnlich. Wann die Badegäste dort wieder schwimmen dürfen, können sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. "Erklärtes Ziel ist der 8. Juni, aber ob das klappt, wissen wir nicht", so Cornelia Wagner von der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH. Alle arbeiten zwar an Konzepten zur Wiedereröffnung, aber die müssen erst noch von den Gesundheitsbehörden abgesegnet werden. "Vier Wochen Vorlauf brauchen wir", sagt auch Thomas Hack von der Stadt Bad Kissingen. "Momentan kümmern wir uns um die Unterhaltsmaßnahmen, dass alle Becken auch rechtzeitig fertig sind."

    Geisbergbad in Veitshöchheim öffnet wieder

    Im Geisbergbad in Veitshöchheim bei Würzburg steht das Hygienekonzept bereits. Badegäste können hier in der Woche ab dem 8. Juni wieder schwimmen gehen. Die Besucher kommen nur mit einer Online-Reservierung rein. So wird die Anzahl der Badegäste begrenzt und Warteschlangen werden vermieden. Morgens öffnet das Bad von 9.00 bis 12.00 Uhr, mittags von 13.00 bis 16.00 Uhr und abends von 17.00 bis 20.00 Uhr. Eine Reservierung gilt nur für den jeweils gebuchten Zeitraum. Während den zeitlichen Unterbrechungen wird das Bad gereinigt und desinfiziert. Dafür müssen die Badegäste das Schwimmbad verlassen. Wann das Freibad genau öffnet, wird auf der Homepage der Gemeinde Veitshochheim bekannt gegeben.

    Urlaub in Deutschland: Was ist in welchen Bundesländern möglich?

    Minigolf-Anlagen warten auf Besucher

    Unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen haben seit letzter Woche wieder zahlreiche Minigolfanlagen geöffnet. Gäste finden sich jedoch nur schleppend ein, heißt es vom Abenteuergolfpark des SVW05 in Würzburg. Dort darf nur eine begrenzte Anzahl von etwa neun bis zehn Gruppen auf die Anlage, eine Gruppe darf aus maximal fünf Personen bestehen.

    Im Bahnengolfzentrum Schweinfurt hat Betreiber Tom Biehl die Öffnungszeiten stark auf 13.00 bis 19.00 Uhr reduziert. Er freut sich aber, dass die Menschen "wieder die Möglichkeit haben, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten." Auch hier dürfen maximal Personen aus zwei Haushalten an einer Bahn spielen, die Schläger werden bei der Rückgabe in einem speziellen Bereich desinfiziert.

    Hohe Nachfrage und doppelte Buchungen bei Campingplätzen

    Von den gelockerten Reisebeschränkungen könnten zu Pfingsten vor allem die unterfränkischen Campingplatzbetreiber profitieren. Sie bereiten sich für den Touristikverkehr am Pfingstwochenende vor. Betreiber am bayerischen Untermain berichten von einer hohen Nachfrage. So ist der Campingplatz in Kahl am Main bis zum Ende der Pfingstferien ausgebucht. Er gilt als einer der größten im Freistaat.

    Der Campingplatz Mainwiese in Miltenberg ist ebenfalls gut gebucht, berichtet allerdings auch von einer großen Zahl an Stornierungen. Diese würden sich dadurch ergeben, dass viele Camper vorab doppelt gebucht hätten, um sicherzugehen, eine freie Stellfläche ansteuern zu können.

    "Ich musste anderen Gästen absagen, die gerne gekommen wären." Regina Ullrich vom Campingplatz Mainwiese

    Jugendherbergen öffnen teilweise wieder

    Nach Corona-bedingter zehnwöchiger Betriebsschließung konnten am 30. Mai die ersten 30 Jugendherbergen in Bayern und damit etwa die Hälfte wieder eröffnen. In Unterfranken sind dabei die Häuser in Würzburg, Schweinfurt und Bad Kissingen. Andere wie beispielsweise die Jugendherberge in Lohr bleiben bis zum 31. August geschlossen, teilt die Einrichtung auf ihrem Anrufbeantworter mit.

    Wie der Landesverband Bayern des Deutschen Jugendherbergswerks mitteilt, gibt es für die Häuser ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept zum Schutz von Gästen und Mitarbeitern. So tragen alle Häuser dafür Sorge, dass der Mindestabstand zwischen einzelnen Personen in allen öffentlich zugänglichen Bereichen der Jugendherbergen eingehalten werden kann; hierzu sind unter anderem gestaffelte Essenszeiten vorgesehen.

    Mehrbettzimmer werden nur im Rahmen der aktuellen Kontaktbeschränkungen belegt. Sanitäre Anlagen dürfen nur von einer Familie oder Gruppe während ihres Aufenthalts genutzt werden. Die Mitarbeiter aller Jugendherbergen sowie die Gäste, die sich in Gemeinschaftsbereichen der Häuser aufhalten, sollen eine Mund-Nasen-Abdeckung tragen. An zentralen Stellen der Jugendherbergen werden Spender für Desinfektionsmittel platziert.

    Burg Rieneck fürchtet um Existenz

    Die Burg Rieneck (Lkr. Main-Spessart) als freier Träger könnte zwar rein theoretisch am Pfingstsamstag aufsperren, doch aus Organisationsgründen erwartet sie erst ab Fronleichnam (11. Juni) wieder Gäste in der in den letzten drei Jahren energetisch aufwändig sanierten 120-Betten-Einrichtung. Die mittelalterliche Burg ist heute das Bundeszentrum des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Geschäftsführer Pit Kallmeyer ist ungehalten, dass die Burg nicht profitiert vom Rettungsschirm der Regierung wie die Einrichtungen des Deutschen Jugendherbergsverbands.

    Durch die Regelungen in Zusammenhang mit Corona in Bayern würde die Burg massiv behindert in ihrem Geschäftsbetrieb und könne damit nicht auskömmlich arbeiten, kritisiert Kallmeyer. Aufgrund der Corona-Krise kämpft die Burg Rieneck bereits mit weitreichenden Stornierungen, da alle Gruppen- und Klassenfahrten bis zu den Sommerferien und bereits darüber hinaus abgesagt werden. Immerhin ist die Burg im Vorteil, dass Familien alte Gemäuer als besonders attraktiv für einen Urlaub oder eine Privat-Freizeit sehen. Wenigstens können sich die Gäste dort in Rieneck auf einen Team-Hochseilgarten, eine Bogenschießanlage und einen Zeltplatz freuen. In der Nähe ist Bootfahren, wandern und radeln möglich.

    Ausflüge mit dem Bus: "Main-SpessartSprinter" bis "Mainschleifen-Express"

    Pünktlich zu Pfingstferienbeginn startet am letzten Maiwochenende der "Main-SpessartSprinter" und bringt Ausflügler in alle Ecken der Region. Dieser Freizeitbus mit Fahrradanhänger kann bis zu 16 Fahrräder transportieren. Er fährt bis einschließlich 4. Oktober an Wochenenden und Feiertagen und verbindet die Schneewittchenstadt Lohr mit Hasloch im äußersten Südwesten des Landkreises. Bei der Busfahrt müssen alle Fahrgäste ab sechs Jahren eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

    Der "Main-SpessartSprinter" ist eine von drei Freizeitlinien im Verkehrsverbund Mainfranken (VVM). Sie sind miteinander verknüpft. So erreichen die Fahrgäste des "Main-SpessartSprinters" in Marktheidenfeld den "Wein&WiesenSprinter", der sie über Würzburg bis zur Mainschleife bringt. In Würzburg besteht Anschluss an den "MaintalSprinter", der Erlabrunn über Würzburg und Ochsenfurt mit Röttingen im Taubertal verbindet.

    Und auch im Landkreis Kitzingen können sich Ausflügler über Transporthilfen entlang der beliebten Weinberge freuen. Der "Mainschleifen-Express" verbindet den Bahnhof Kitzingen mit den Orten Dettelbach, Schwarzach, Sommerach, Nordheim, Volkach, jeweils samstags, sonn- und feiertags vier Mal pro Tag.

    Wilde Fahrten mit Achterbahn und Karussell

    Adrenalin-Junkies und Freizeitpark-Liebhaber können aufatmen: das Freizeitland Geiselwind im Landkreis Kitzingen hat seine Pforten für Besucher pünktlich zum Pfingstsamstag geöffnet. Allerdings unter strengen Auflagen. "Der Schutz und die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter haben für uns höchste Priorität", heißt es auf der Internetseite des Parks. Es darf nur eine begrenzte Zahl an Besuchern den Freizeitpark betreten. Vorher müssen sich die Gäste ein termingebundenes Onlineticket kaufen oder zumindest einen vollständig ausgefüllten "Personenerfassungsbogen" an der Tageskasse vorlegen.

    Außerdem gelten die üblichen Abstands- und Hygienemaßnahmen, also auch eine Maskenpflicht für Kinder ab sechs Jahren in allen Innenbereichen, überdachten Örtlichkeiten und Attraktionen, sowie in den Gastronomie- und Sanitärbereichen. Auf den Freiflächen gilt eine Maskenempfehlung. Die Besucher müssen mit Wartezeiten rechnen. Desinfektionsstationen zur Händedesinfektion stehen im gesamten Park zur Verfügung.

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