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Der Angeklagte und sein Verteidiger im Gerichtssaal kurz vor der Urteilsverkündung
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Sarah Beham
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Der Angeklagte und sein Verteidiger im Gerichtssaal kurz vor der Urteilsverkündung

Wie der vorsitzende Richter sagte, war es "schwer, mit dem Fall umzugehen". Etliche Gutachten machten eine spezielle Form des Autismus und psychotische Schübe bei dem Angeklagten aus, der sich von seiner Umwelt bedroht fühle.

Unterbringung in therapeutischer Wohngemeinschaft für mehr Sicherheit

Deswegen ging es dem Gericht beim Urteil nicht darum, jemanden zu bestrafen, sondern darum, Sicherheit herzustellen. Sicherheit für den Angeklagten, der jetzt für fünf Jahre auf Bewährung in einer therapeutischen Wohngemeinschaft leben muss und somit ein stressfreies Umfeld habe und Sicherheit für die Öffentlichkeit, damit der Angeklagte keine weiteren Straftaten begehen kann.

Neben der Unterbringung in der therapeutischen Wohngemeinschaft auf fünf Jahre Bewährung muss der Angeklagte unter anderem Medikamente nehmen, deren Einnahme von einem Arzt kontrolliert wird.

1.000 Euro Schmerzensgeld

Außerdem muss der 41-Jährige zwei Nebenklägerinnen - eine Mutter mit ihrem Kleinkind - jeweils 500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Wie es heißt, kämpfen einige Verletzte noch heute mit Angstzuständen in der Öffentlichkeit wegen der Pfefferspray-Attacke im März vergangenen Jahres, die "wie aus dem Nichts kam".