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Gotteslob auf einem Tisch (Symbolbild)

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    Pfarrer im Bayerischen Wald wegen Untreue angezeigt

    Weil er 150.000 Euro in die eigene Tasche gesteckt haben soll, ist ein Pfarrer aus dem Bayerischen Wald wegen Untreue angezeigt worden. Zum finanziellen Schaden sei auch ein Vertrauensbruch entstanden, so der Generalvikar am Bistum Passau.

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    • BR24 Redaktion

    Die katholische Kirchenstiftung Waldkirchen im Landkreis Freyung-Grafenau hat einem Zeitungsbericht zufolge ihren ehemaligen Stadtpfarrer angezeigt. "Der Hauptvorwurf ist Untreue zum Nachteil der Pfarrkirchenstiftung", zitierte die "Passauer Neue Presse" am Wochenende den Oberstaatsanwalt Walter Feiler.

    150.000 Euro veruntreut?

    Das Verfahren sei komplex, da die Behörde umfangreiche Kontoeinkünfte einholen müsse. Die Dauer des Verfahrens sei offen. Der Geistliche könnte laut Bericht über zwölf Jahre hinweg insgesamt rund 150.000 Euro aus Kollekten veruntreut haben. Der Kirchenmann wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu der Anzeige äußern, wie es weiter hieß.

    Dem Vernehmen nach habe er aber in der Vergangenheit bestritten, Geld in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Er habe es vielmehr für die Belange der Pfarrei ausgegeben, aber versäumt, sich Quittungen ausstellen zu lassen.

    Vertrauensbruch gegenüber Gläubigen

    Der Generalvikar des Bistums Passau, Josef Ederer, sagte der "PNP": "Ein finanzieller Schaden ist nur die eine Seite der Medaille, Schaden ist auch entstanden durch Vertrauensbruch gegenüber der Kirchenverwaltung, den Mitarbeitenden und den Gläubigen im Pfarrverband."

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