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Das Pfarrerehepaar Martin und Ann-Sophie Hoepfner hat mit einem lustigen Musikvideo einen Internethit gelandet.

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Fränkisches Pfarrer-Ehepaar wird zum YouTube-Star

Mit einem Musikvideo sorgen Martin und Ann-Sophie Hoepfner aus Offenhausen im Internet für einiges Aufsehen. In dem Video "Das muss ein Pfarrer können" nehmen sie sich selbst und ihren Beruf auf die Schippe. Und erreichen erstaunliche Klickzahlen.

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Von
  • Julia Demel

Mehr als 20.000 Klicks hat das Musikvideo von Martin und Ann-Sophie Hoepfner schon erreicht. Das Ehepaar teilt sich die Pfarrstelle in Offenhausen im Landkreis Nürnberger Land. Seit Beginn der Corona-Krise haben die beiden angefangen, auch übers Internet die christliche Botschaft zu verbreiten. Mit einem Musikvideo, in dem sie augenzwinkernd ihren Beruf durch den Kakao ziehen, sind sie jetzt zu YouTube-Stars geworden.

Taufe mit der Wasserpistole

Denn kurzerhand haben die Pfarrersleute das Lieblingslied ihres dreijährigen Sohnes aus dem Kindermusical Ritter Rost "Das muss ein Ritter können" umgedichtet zu "Das muss ein Pfarrer können": Zu sehen in dem Video ist die Pfarrerin, wie sie sich bei Hausbesuchen mit Kaffee und Kuchen vollstopft oder mit grüner Perücke ihren Mann ausschimpft. Der Pfarrer wiederum steht mit einer Wasserpistole am Taufbecken und zielt auf den Täufling oder achtet im Darth Vader-Kostüm mit Laserschwert am Eingang der Kirche auf die Einhaltung der Hygieneregeln.

Liebeserklärung an Beruf des Pfarrers

Aus dem ursprünglich als Mahnung gedachten Video, dass ein Pfarrer eben keine "eierlegende Wollmilchsau" sei, ist so letztendlich eine Art Liebeserklärung geworden. Denn Pfarrer sei nun mal für ihn und seine Frau der "schönste Beruf der Welt", sagt Martin Hoepfner. Der Beruf ist unglaublich vielfältig - genau das zeigt auch das Video. Und ohne es vorher geplant zu haben, haben sie deshalb ans Ende auch noch einen Aufruf gesetzt "Kollegen gesucht - damit im Pfarrhaus nicht das Licht ausgeht."

"Unsere Hoffnung ist, dass der eine oder andere das Video cool findet und sich denkt: vielleicht wäre das auch was für mich." Martin Hoepfner, Pfarrer von Offenhausen

"Sofa-Gottesdienste" seit dem Lockdown

Ihre Leidenschaft für das Videodrehen haben die beiden bereits in den ersten Tagen des Lockdowns entdeckt. Dabei ging es ihnen in erster Linie darum, auch bei geschlossenen Kirchen weiterhin die christliche Botschaft zu den Menschen zu bringen. Also zeichneten sie mit einer kleinen Kamera erst Andachten und dann sogenannte "Sofa-Gottesdienste" auf. Und sie haben festgestellt, dass sie zu Hause auf dem Sofa auch etliche Menschen erreichen, die sonst nie in die Kirche gehen. Deshalb haben sie die Videos beibehalten auch nach Ende des Lockdowns - das heißt jetzt allerdings noch mehr Arbeit für die Pfarrer.

Digitaler Adventskalender

In der Adventszeit wollen sie ihren YouTube-Kanal noch weiter ausbauen und wenden sich täglich mit einer Art "digitalem Adventskalender" an die Gläubigen in ihrer Gemeinde, aber auch weit darüber hinaus. Inzwischen trudeln bei den Hoepfners Postkarten mit Lob und Anerkennung aus Hamburg und anderen weit entfernten Orten ein. Und auch innerhalb der Evangelischen Kirche Bayerns (EKD) werden die umtriebigen Pfarrer mit Wohlwollen gesehen, so dürfen sie jetzt für die ganze EKD einen Online-Kindergottesdienst zum Heiligen Abend produzieren - begleitet vom Windsbacher Knabenchor.

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Mit einem Musikvideo sorgen Martin und Ann-Sophie Hoepfner aus Offenhausen im Internet für einiges Aufsehen. In dem Video "Das muss ein Pfarrer können" nehmen sie sich selbst und ihren Beruf auf die Schippe. Und erreichen erstaunliche Klickzahlen.