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Petition: Schüler wollen Aufklärung über psychische Erkrankungen | BR24

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Aufklärung über psychische Erkrankungen soll auch im Unterricht verpflichtend stattfinden. Das fordert eine Gruppe von oberbayerischen Schülern in einer Online-Petition. Mehr als 40.000 Menschen haben unterschrieben. Jetzt liegt sie beim Landtag.

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Petition: Schüler wollen Aufklärung über psychische Erkrankungen

Aufklärung über psychische Erkrankungen soll auch im Unterricht verpflichtend stattfinden. Das fordert eine Gruppe von oberbayerischen Schülern in einer Online-Petition. Mehr als 40.000 Menschen haben unterschrieben. Jetzt liegt sie beim Landtag.

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Depressionen bei Schülerinnen und Schülern müssen in der Schule zum Thema werden, fordert Alexander Spöri aus Unterhaching im Landkreis München. Er ist einer von sechs Jugendlichen aus Bayern, die eine entsprechende Petition auf den Weg gebracht haben, die inzwischen von mehr als 42.000 Menschen unterschrieben wurde.

Die Initiatoren wollen, dass psychische Erkrankungen enttabuisiert werden, und fordern, dass über Depression, Angststörungen oder auch Suizid in der Schule verpflichtend aufgeklärt wird, beispielsweise im Deutschunterricht oder auch in einem naturwissenschaftlichen Fach.

Man müsse das fest verankern, so Alexander Spöri, einer der Petenten. "Damit jeder Lehrer weiß, um was es geht, was eine Depression überhaupt ist."

"Die Schüler müssen aufgeklärt werden, denn es gibt auch Schüler, die selbst nicht wissen, was eine Depression ist. Die lästern dann natürlich über diejenigen, die darunter leiden." Alexander Spöri, Petent aus Unterhaching

Piazolo will in Zukunft besser informieren

Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern hat am Dienstag mit einem Zehn-Punkte-Plan auf die Petition reagiert. Zukünftig sollen Schülerinnen und Schüler wie auch Eltern besser über Depressionen und Angststörungen informiert werden.

Auch eine Übersicht über Hilfsangebote soll es geben. Zudem soll das Beratungsangebot der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen vereinheitlicht und durch die staatlichen Beratungsstellen koordiniert werden.

Heute Thema im Bildungsausschuss des Landtags

Im Grundsatz begrüßen die Jugendlichen das Maßnahmenpaket des Kultusministers. Es geht ihnen allerdings noch nicht weit genug. Heute befassen sich die Mitglieder des Bildungsausschusses mit dem Forderungen der Schüler.

Um ihr Ziel zu erreichen, haben die Petenten mit Abgeordneten fast aller Fraktionen im Bayerischen Landtag diskutiert. Die CSU lehnte ein persönliches Gespräch mit den Jugendlichen ab und verwies laut Spöri "auf den parlamentarischen Ablauf einer Petition". Auch ein Gespräch mit der AfD kam nicht zustande.