Demonstrierende vor Regierung von Mittelfrankn

Insgesamt wurden in der Region 51.000 Unterschriften gegen das ICE-Werk im Raum Nürnberg gesammelt

Bildrechte: Verena Masopust
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    Petition gegen ICE-Werk der Regierung übergeben

    Petition gegen ICE-Werk der Regierung übergeben

    Die Proteste gegen das geplante ICE-Werk im Großraum Nürnberg werden nicht leiser. Weil die Regierung von Mittelfranken im März das Raumordnungsverfahren starten will, verliehen die Gegner ihren Forderungen in einer Petition Ausdruck.

    Die Bürgerinitiativen, die sich gegen die Errichtung eines neuen ICE-Instandhaltungswerkes im Raum Nürnberg einsetzen, haben am Donnerstag vor der Regierung von Mittelfranken in Ansbach ihren Protest zum Ausdruck gebracht. Im Rahmen einer friedlichen Demonstration haben rund 100 Menschen Regierungspräsident Thomas Bauer eine Liste mit mehreren tausend Unterschriften überreicht, teilte Verena Masopust, Sprecherin der BI Roth-Harrlach, mit.

    Druck vor dem Raumordnungsverfahren

    Ziel dieser Petition sei es, vor dem Raumordnungsverfahren noch einmal deutlich zu machen, dass die drei übrigen Standorte nicht geeignet für ein ICE-Werk der Deutschen Bahn seien. Diese sind das ehemalige Munitionsanlage MUNA in Feucht, ein Gebiet südlich der MUNA in Feucht sowie Allersberg/Pyrbaum/Roth-Harrlach. Bauer erhielt zudem neun Baumscheiben, welche die drohende Zerstörung der Natur durch das Werk symbolisieren sollen, so Masopust.

    Auch ausgeschiedene Standorte solidarisierten sich

    Neben den aktiven Bürgerinitiativen, die sich gegen diese Standorte einsetzen, versammelten sich auch einige Gegner der bereits ausgeschiedenen sechs Standorte auf dem Platz vor der Ansbacher Residenz. Die Regierung teilte mit, dass man bei dem im März beginnenden Raumordnungsverfahren alle Standorte und ihre Vor- und Nachteile für Bereiche wie Mensch, Tier, Umwelt und Wirtschaft prüfen müsse. Wenn alles wie geplant laufe, soll dieses Verfahren im Herbst abgeschlossen sein. Es sei ergebnisoffen, da der Abschluss des Raumordnungsverfahrens keine Baugenehmigung bedeute, so ein Sprecher der Regierung von Mittelfranken weiter.

    ICE-Werk soll 2028 fertig sein

    In dem geplanten ICE-Werk sollen Züge gewartet und gereinigt werden. Die Deutsche Bahn will 450 Millionen Euro investieren und 450 Arbeitsplätze schaffen. In rund sechs Jahren soll das Werk in Betrieb gehen. Ursprünglich waren neun Standorte in der Region im Gespräch. 51.000 Unterschriften wurden von den Gegnern aller möglichen Gebiete gesammelt.

    Rund 100 Menschen haben friedlich vor der Ansbacher Residenz demonstriert.

    Bildrechte: Verena Masopust

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