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Personen unter 60: München setzt Impfungen mit Astrazeneca aus | BR24

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Coronavirus - Impfstoff von AstraZeneca.

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    Personen unter 60: München setzt Impfungen mit Astrazeneca aus

    München setzt bis auf weiteres die Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca für Personen unter 60 Jahren aus. Das hat die Landeshauptstadt am Nachmittag via Twitter bekannt gegeben.

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    Von
    • Gerhard Brack

    Bis die Frage möglicher Impfkomplikationen geklärt sei, würden die Impfungen mit Astrazeneca für alle Personen unter 60 Jahren "vorsorglich" ausgesetzt, teilte die Stadt München in einem Tweet mit. Das betreffe vor allem die geplanten Impfungen im Impfzentrum und im Isar Klinikum. Die Impfungen in den Alten- und Service-Zentren würden fortgesetzt.

    Bund-Länder Sitzung heute Abend zu Astrazeneca

    Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen heute Abend in einer Sondersitzung über den weiteren Umgang mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca beraten. Bundesminister Jens Spahn (CDU) will seinen Länderkollegen dabei einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen machen, wie sein Ressort in Berlin mitteilte.

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    Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat bereits einen sofortigen Impfstopp für den Wirkstoff von Astrazeneca für Männer und Frauen unter 60 Jahren erlassen. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf Anfrage.

    Impfstopp mit Astrazeneca für junge Menschen in Berlin

    Zuvor hatte das Land Berlin mitgeteilt, Impfungen mit Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren vorsorglich auszusetzen. Nach den Berliner Impfzentren stoppte auch die Berliner Universitätsklinik Charité bis auf Weiteres alle Impfungen bei unter 60-Jährigen mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca.

    Das betrifft offenbar vor allem die eigene Belegschaft. Die Sprecherin der Charité, Manuela Zingl, betonte, dass in der Charité keine Komplikationen nach Impfungen mit Astrazeneca aufgetreten seien. Diese wolle jedoch vorsorglich agieren und abschließende Bewertungen abwarten. Die Charité habe in der Pandemie bisher rund 16.000 Erst- und Zweitimpfungen an ihr Personal verabreicht. "Davon entfiel der größte Teil auf Astrazeneca", sagte Zingl.

    Furcht vor Hirnvenenthrombosen

    Zunächst hatte die Charité die Impfungen nur für Frauen unter 55 gestoppt. Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte später angekündigt, das Land Berlin stoppe die Impfungen bei Menschen unter 60 unabhängig vom Geschlecht. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme. Dabei verwies sie auf neue Daten über Nebenwirkungen. Entsprechende Termine in Impfzentren werden Kalayci zufolge erst einmal abgesagt. Das Land wolle nun auch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Astrazeneca sowie eine Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts abwarten. In Deutschland waren nach Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca Hirnvenenthrombosen bei Frauen bekannt geworden.

    Stiko: Astrazeneca deutschlandweit nur noch für Menschen über 60?

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat Corona-Impfungen mit Astrazeneca nur noch für über 60-jährige Frauen und Männer in Deutschland empfohlen.

    Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers für unter 60-Jährige sollten aber "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich" bleiben, berichtet die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf einen Beschlussentwurf der Stiko zur Aktualisierung der Covid-19-Impfempfehlung. "Hinsichtlich der zweiten Impfstoffdosis für jüngere Personen, die bereits eine erste AstraZeneca-Dosis erhalten hätten, wolle die Stiko bis Ende April Stellung nehmen. Bis dahin sollten Studien ausgewertet werden, ob eine Zweitimpfung auch mit einem mRNA-Impfstoff wie etwa von Biontech möglich ist.

    Mit Material von dpa und Reuters.

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