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Personalabbau: Münchner Flughafen mit Betriebsrat im Gespräch | BR24

© Lino Mirgeler / dpa

Flughafen München kündigt Personalabbau an

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    Personalabbau: Münchner Flughafen mit Betriebsrat im Gespräch

    Wie viele der rund 10.000 Mitarbeiter am Münchner Flughafen sind von dem angekündigten Personalabbau betroffen? Eine Antwort gibt es vorerst nicht. Man befinde sich derzeit in Gesprächen mit dem Betriebsrat, teilt der Flughafen mit.

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    Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Luftverkehr sind enorm. Der Flughafen München hat am Mittwoch einen Personalabbau angekündigt. Über die nächsten Jahre sei eine Anpassung "in allen Funktionen und Ebenen" notwendig. Wie viele der insgesamt rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konkret betroffen sind, ist noch unklar. Wie ein Sprecher des Flughafens auf BR-Anfrage mitteilt, hänge das auch davon ab, wie sich der Luftverkehr in den kommenden Jahren entwickle. Man befinde sich derzeit in Gesprächen mit dem Betriebsrat. In enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern wolle man nun die nächsten Schritte festlegen.

    Mitarbeiter wohl auf Abbau vorbereitet

    Da der Luftverkehr bereits seit dem Frühjahr massiv eingebrochen ist, habe sich die Stimmung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch den nun angekündigten Personalabbau nicht maßgeblich verändert, so zumindest die Wahrnehmung des Flughafensprechers auf Anfrage des BR.

    Einstellungsstopp, Vorruhestand, Teilzeitmodelle

    Man setze auf "sozialverträgliche Lösungen", erklärt der Sprecher. Neben der "natürlichen Fluktuation" und einem "konsequenten Einstellungsstopp" werde man auf Vorruhestandsregelungen und Freiwilligenprogramme zu Teilzeitmodellen oder Abfindungen setzen. Im Fokus stehen dabei insbesondere Angebote für ältere Mitarbeiter im Bodenverkehrsdienst, "die langjährig körperlich hart gearbeitet haben", heißt es in der Pressemitteilung des Flughafens. Außerdem soll die Kurzarbeit fortgesetzt werden.

    Die Anpassungen betreffen nicht nur die Flughafen München GmbH, sondern auch ihre Tochtergesellschaft AeroGround, die für die Bodenabfertigung zuständig ist.

    80 Prozent weniger Passagiere in den Sommerferien

    Wegen der Corona-Pandemie und den weltweiten Reisebeschränkungen sind die Zahlen am Flughafen München drastisch zurückgegangen. In den Sommerferien wurden rund 80 Prozent weniger Passagiere gezählt als sonst. Konkret waren es diesmal 1,275 Millionen Fluggäste. Abgewickelt wurde gerade mal ein Drittel der sonst üblichen Starts und Landungen.

    Aktuelle Flüge verhalten angenommen

    Obwohl die Fluggesellschaften inzwischen wieder mehr als 100 Ziele ab München ansteuern, wird das Angebot laut Flughafen München "nur sehr verhalten angenommen". Nach übereinstimmender Einschätzung der Experten werde es noch "mehrere Jahre dauern, bis der Luftverkehr wieder das Vorkrisenniveau erreichen kann". 

    Erste Sparmaßnahmen bereits im Frühjahr

    Um die wirtschaftlichen Verluste abzufedern, hatten die Flughafenbetreiber bereits im Frühjahr mit Sparmaßnahmen reagiert. Neben der Kurzarbeit waren das etwa die vorübergehende Stilllegung von Terminalkapazitäten und die Verschiebung von Investitionen. Vorhaben wie das Parkzentrum West, die neue Konzernzentrale oder ein neues Hotel wurden "bis auf weiteres zurückgestellt".

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