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Symboldbild: Ein Mitglied der bayerischen Gebirgsschützen 2020 in der bayerischen Staatskanzlei.

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    Patronatstag der Gebirgsschützen: Gottesdienst im kleinen Kreis

    Zum Patronatstag zu Ehren der Muttergottes, der "Patrona Bavariae", treffen sich normalerweise tausende Gebirgsschützen und viele Zuschauer. Dieses Jahr schickten die Schützen Corona-bedingt 47 Fahnenträger zu einem Gottesdienst.

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    Von
    • Sabine Schmalhofer

    Der Patronatstag ist das Hauptfest der Bayerischen Gebirgsschützen:. Die Muttergottes, die "Patrona Bavariae“, gilt als Schutzheilige Bayerns. Normalerweise rücken am ersten Sonntag im Mai traditionell 4.000 bis 5.000 Gebirgsschützen aus. Dazu kommen bei schönem Wetter noch Tausende von Zuschauern.

    Doch in diesem Jahr ist alles anders: wegen Corona ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Aus den 47 bayerischen Kompanien ist jeweils nur ein Fahnenträger nach Beuerberg, Gemeinde Eurasburg, im Landkreis Bad Tölz gekommen.

    Schlechtes Wetter verhindert Freiluft-Gottesdienst

    Der geplante Festgottesdienst unter freiem Himmel musste wegen des schlechten Wetters in die ehemalige Klosterkirche verlegt werden. Kardinal Reinhard Marx zelebrierte die Messe unter Einhaltung der Corona-Regeln. Unter den Ehrengästen: Ministerpräsident Markus Söder, qua seines Amtes der Schutzherr der Bayerischen Gebirgsschützen, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Herzogin Elisabeth und Herzog Max in Bayern.

    Absage kam nicht in Frage

    Eine Absage des Patronatstages kam für Landeshauptmann Martin Haberfellner nicht in Frage: Corona könne die Tradition nicht ausbremsen. "Konsequente Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sind unstrittig erforderlich, wir dürfen uns aber nicht selber aufgeben und Traditionen kann man nun mal nicht im Homeoffice bewahren und weitergeben,“ sagte er.

    Gebirgsschützen gibt es seit mehr als 500 Jahren. Einst dienten sie der Landesverteidigung. Heutzutage haben sie sich die "Verteidigung“ bayerischen Kulturguts und Tradition auf die Fahnen geschrieben.

    Auf den Wesenskern konzentriert

    Seit 400 Jahren gilt die Gottesmutter Maria als ihre Patronin. "Und deshalb konzentrieren wir uns heuer auf den Wesenskern unseres Patronatstages“, erklärt der Landeshauptmann, "und feiern unsere Schutzfrau mit einem Gottesdienst". Statt großem Fest also eine kleine Feier.

    Menschenansammlungen vermeiden

    Die Zufahrtsstraßen zum Kloster sind von der Polizei abgesperrt, rein darf nur, wer eine Genehmigung hat. Im Vorfeld gab es zudem keine Werbung für den Festtag - um Menschenansammlungen zu vermeiden. "Es geht uns nicht ums Aussperren oder Absperren“, erklärt Martin Haberfellner die Sicherheitsmaßnahmen, "aus Corona-Gründen müssen wir einfach schauen, dass alles kontrolliert abläuft.“

    Eigentlich war eine Festwoche geplant

    Jedes Jahr findet das Treffen bei einer anderen Gebirgsschützen-Kompanie statt. Wer den Festtag ausrichten will, bewirbt sich. Die Kompanie Beuerberg-Herrenhausen hatte sogar eine eigene Festwoche geplant mit Bewirtung, Unterhaltung und Festzelt. Daraus ist jetzt nichts geworden. Man will sich noch einmal bewerben. Für das kommende Jahr steht der Treffpunkt schon fest: Die bayerischen Gebirgsschützen rücken in Aschau im Chiemgau ein. Dann, so hoffen sie, wird es wieder ein ganz normaler Patronatstag.

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