Nürnberger Jesuitenpater Jörg Alt
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Nürnberger Pater Jörg Alt solidarisiert sich mit Klima-Aktivisten. Nun legt er Rechtsmittel gegen ein Urteil des Münchner Gerichts ein.

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Pater Alt geht gegen Urteil nach Straßenblockade vor

Der Nürnberger Pater und Aktivist Jörg Alt geht gegen die Entscheidung des Münchner Gerichts vor, ihn wegen Nötigung zu einer Geldstrafe zu verurteilen. Mit zwei weiteren verurteilten Aktivisten von "Science Rebellion" legt er Rechtsmittel ein.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Der Nürnberger Jesuitenpater und Aktivist Jörg Alt will die Entscheidung des Münchner Gerichts, das ihn wegen Nötigung zu einer Geldstrafe verurteilt hatte, nicht akzeptieren. In einer Pressemitteilung erklärt Alt, dass er zusammen mit Cornelia Huth und Luca Thomas fristgerecht Rechtsmittel eingelegt hat. Damit soll die Entscheidung, die noch nicht rechtskräftig ist, an einer höheren Instanz verhandelt werden.

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Aktivisten legten Stachus lahm

Die drei sind Aktivisten der Initiative "Scientist Rebellion". Am 16. Mai hatte das Amtsgericht München sie wegen Nötigung zu Geldstrafen verurteilt, weil sie im Oktober 2022 einen Teil des Altstadtrings am Münchner Stachus blockiert hatten.

Alle drei Aktivisten zu Geldstrafen verurteilt

Der Jesuitenpater Jörg Alt sollte demnach zehn Tagessätze zu je einem Euro zahlen. Das Gericht berücksichtigte dabei, dass er als Mitglied eines Ordens über kein eigenes Einkommen verfügt und ein Armutsgelübde abgelegt hat.

Der Student Luca Thomas wurde zu zehn Tagessätzen à 15 Euro verurteilt und die Wissenschaftlerin Dr. Cornelia Huth zu zehn Tagessätzen à 40 Euro. Zudem müssen die drei Angeklagten laut Urteil die Verfahrenskosten übernehmen.

Höheres Gericht soll "Unsicherheiten" klären

Ein Grund, warum die drei das Urteil nicht annehmen wollen, sehen sie in der Entscheidung des Münchner Gerichts: "Im Urteil selbst spricht die Richterin Unsicherheiten an, die durch höhere Instanzen geklärt werden müssen", heißt es in Alts Presseerklärung.

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