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Passionstheater Oberammergau: Neues Bürgerbegehren vom Tisch | BR24

© dpa-Bildfunk/Angelika Warmuth

Die Bühne bislang: Unter anderem sollen Rundbögen durch rechtwinklige Toreingänge ersetzt werden.

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    Passionstheater Oberammergau: Neues Bürgerbegehren vom Tisch

    Es wird kein Bürgerbegehren gegen den Umbau der Bühne im Oberammergauer Passionstheater geben. Die Mehrheit der Gemeinderäte stimmte in einer Sondersitzung dagegen. Mitwirkende der Passion reisen nach Israel, um sich auf ihre Rollen einzustimmen.

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    Es wird kein Bürgerbegehren gegen den Umbau der Bühne im Oberammergauer Passionstheater geben. Die Abstimmung in einer Sondersitzung des Gemeinderats ergab zwölf Nein- und sechs Ja-Stimmen. Die Gemeinderäte erklärten das Begehren als unzulässig. Aufgrund des Vertrages mit der Spielleitung gebe es für die Gemeinde keine Möglichkeit mehr, in die Pläne einzugreifen, so die Begründung. Ob die Gegner jetzt Klage einreichen werden, ist unklar.

    Gegner sorgen sich ums "Wahrzeichen der Passion"

    Nur neun Monate vor der Passion wollten einige Bürger den geplanten Umbau der Bühne noch verhindern. Ihrer Meinung nach werde das "Wahrzeichen der Passion" maßgeblich durch den Umbau verändert. Unter anderem sollen Rundbögen durch rechtwinklige Toreingänge ersetzt werden. Die Initiatoren wollen die Bühne in ihrer jetzigen Form behalten.

    Die Gegenseite sah in dem Bürgerbegehren "eine reale ernste Gefahr", dass die Zeit der Vorbereitung bis zum Beginn der Passionsspiele im Mai 2020 nicht mehr ausreichen könnte.

    Spielleiter Stückl ist erleichtert

    Spielleiter Christian Stückl zeigte sich erleichtert nach dieser Entscheidung. Er appellierte an das Gemeinschaftsgefühl. Jetzt gehe es darum, keine schlechte Stimmung mehr zu verbreiten, sondern endlich zusammenzuhalten.

    Mitwirkende der Passion reisen nach Israel

    Bevor in gut zwei Monaten die Proben für die 42. Oberammergauer Passionsspiele beginnen, starten einige Mitwirkende zu einer Israelreise. Auf zwei Gruppen aufgeteilt sind einige Sänger und Musiker schon in Israel, die Hauptdarsteller starten am 31. August von München aus.

    Stückl hat diese Reisen eingeführt, um den Mitwirkenden eine neue tiefere Sicht auf die jeweilige Rolle zu ermöglichen. Stationen sind Caesarea, Nazareth, Jericho, die Festung Masada, Kafarnaum, Totes Meer und die bekannten Stätten in Jerusalem: Ölberg, Garten von Gethsemane, Grabeskirche, Klagemauer, Tempelberg, al-Aqsa-Moschee und die Via Dolorosa mit den Kreuzwegstationen. Auf dem Programm der neuntägigen Reise steht auch der Besuch einer Synagoge.

    Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

    Höhepunkte der Fahrt dürften Treffen mit Ex-Botschafter Avi Primor und eventuell auch mit dem jüdischen Holocaust-Überlebenden Abba Naor sowie ein Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem werden.