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Passionsspiele sind Kulturerbe Bayerns | BR24

© pa/dpa

Passionsspiele Oberammergau

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    Passionsspiele sind Kulturerbe Bayerns

    Kultusminister Spaenle hat die weltberühmten Oberammergauer Passionsspiele als Teil des Bayerischen immateriellen Kulturerbes ausgezeichnet. Symbolisch überreichte er Bürgermeister Nunn und Spielleiter Stückl eine Messingtafel.

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    Die Passionsspiele bezeichnete Spaenle als Herzstück der Oberammergauer Ortsgemeinschaft. Bei den mehrstündigen Aufführungen ist mit rund 2.500 Personen etwa die Hälfte der Oberammergauer Bevölkerung beteiligt. "Die Oberammergauer Passionsspiele", so der Kultusminister wörtlich, "verdeutlichen auf beeindruckende und faszinierende Weise, welch hohe Identifikationskraft von Traditionen und gelebter Kultur ausgeht."

    Ursprung der Passionsspiele im Jahre 1633

    Zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs wurde Oberammergau von der Pest heimgesucht. Um keine weiteren Bewohner an die Seuche zu verlieren, gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre ein Passionsspiel aufzuführen.

    Der Überlieferung nach kam es infolge des Schwurs damals zu keinen weiteren Pestopfern. Seit über 380 Jahren halten die Oberammergauer ihren Schwur und stellen bei den Passionsspielen die letzten fünf Tage im Leben Jesu dar.

    Passionsspiele und Reinheitsgebot

    Zum immateriellen Kulturerbe gehören mündliche Traditionen, Bräuche, Feste bis hin zu traditionellen Handwerkstechniken. Die Passionsspiele Oberammergau zählen zu den ersten Aufnahmen in das Bayerische Landesverzeichnis, das derzeit 23 Einträge enthält.

    Außerdem haben die Oberammergauer Passionsspiele auch Eingang in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gefunden. Neben den Oberammergauer Passionsspielen gehören unter anderem auch die Bayerische Brautradition nach dem Reinheitsgebot und die Tölzer Leonhardifahrt zum immateriellen Kulturerbe des Freistaats Bayern.