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Oberammergau: Ein Werbeplakat für die Passionsspiele 2020 spiegelt sich in einen Autofenster.
© picture alliance/Angelika Warmuth/dpa
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Oberammergau: Ein Werbeplakat für die Passionsspiele 2020 spiegelt sich in einen Autofenster.

Die Passionsspiel-GmbH hat beim Landgericht München ein Ordnungsgeld gegen Viagogo beantragt. Der Internet-Händler aus der Schweiz hat auf eine einstweilige Verfügung des Gerichts vom Februar nicht reagiert und verkauft weiter Eintrittskarten für die Passionsspiele 2020 zu stark überhöhten Preisen.

Viagogo droht Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro

Der Geschäftsführer der Passionsspiele, Walter Rutz, sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass ein solches Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro betragen könne. Allerdings wisse man nicht, wie lange das Verfahren dauere, um den Ticket-Verkauf über die Plattform Viagogo zu unterbinden.

Erfundene Premieren-Karten und teils neunmal so teure Preise

Die regulären Eintrittskarten kosten zwischen 30 und 180 Euro pro Aufführung, Viagogo bietet diese Tickets für 272 bis 874 Euro an – zum Teil also neunmal so teuer. Außerdem wurden Premieren-Karten für 1.336 Euro angeboten, die gar nicht in den Handel kommen.

Keine Rücknahme von Internet-Tickets

Die Rechtslage ist so, dass es keine Rücknahme von gekauften Tickets im Internet gibt. Das bestätigte die Verbraucherzentrale Bayern dem BR. Auch die Verbraucherzentrale Bayern hat Viagogo verklagt. Sie empfiehlt, Tickets ausschließlich über den Veranstalter und die Homepage der Passionsspiele zu buchen.