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Passionsspiele Oberammergau werden Kulturerbe | BR24

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Passionsspiele Oberammergau werden Kulturerbe

Heute Nachmittag werden die Oberammergauer Passionsspiele von Kultusminister Ludwig Spaenle offiziell als Teil des Bayerischen immateriellen Kulturerbes ausgezeichnet. Die Passionsspiele haben ihren Ursprung im Jahr 1633. Von Thomas Schustereder

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Zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs wurde Oberammergau von der Pest heimgesucht. Um keine weiteren Bewohner an die Seuche zu verlieren, gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre ein Passionsspiel aufzuführen. Infolge des Schwurs - so die Erzählungen - kam es damals zu keinen weiteren Pestopfern.

Halber Ort spielt mit

Seit über 380 Jahren halten die Oberammergauer ihren Schwur und stellen bei den Passionsspielen die letzten fünf Tage im Leben Jesu dar. An der mehrstündigen Aufführung ist mit rund 2.500 Personen etwa die Hälfte der Oberammergauer Bevölkerung beteiligt.

Als sichtbares Zeichen, dass die Oberammergauer Passionsspiele nun zum immateriellen Kulturerbe Bayerns gehören, wird Kultusminister Ludwig Spaenle an Bürgermeister Arno Nunn und den Spielleiter der Oberammergauer Passion, Christian Stückl, eine Messingtafel überreichen.

Traditionen, Feste, Bräuche

Der Freistaat hat 2015 das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes eingerichtet und würdigt so den kulturellen Reichtum im Freistaat. Zum immateriellen Kulturerbe gehören mündliche Traditionen, Bräuche, Feste bis hin zu traditionellen Handwerkstechniken. Die Passionsspiele Oberammergau zählen zu den ersten Aufnahmen in das Bayerische Verzeichnis. Außerdem haben sie auch Eingang in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gefunden.

Neben den Oberammergauer Passionsspielen gehören unter anderem auch die Bayerische Brautradition nach dem Reinheitsgebot und die Tölzer Leonhardifahrt zum immateriellen Kulturerbe des Freistaats Bayern.