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Passauer Petition gegen das Donaulied im Innenausschuss | BR24

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Bildrechte: pa/dpa/Peter Kneffel

Die Initiatorinnen und Initiatoren der Petition gegen das Donaulied fordern die Politik auf, sich dazu zu äußern. Sie wollen das Lied, in dem es um die Vergewaltigung eines Mädchens geht, auf bayerischen Volksfesten verbieten lassen.

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Passauer Petition gegen das Donaulied im Innenausschuss

Der Innenausschuss des Bayerischen Landtags befasst sich am Vormittag mit der Passauer Petition gegen das Donaulied. Geht es nach den Initiatoren, soll es auf bayerischen Volksfesten verboten werden. Nun muss sich die Politik positionieren.

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Von
  • Katharina Häringer
  • BR24 Redaktion

Wird das Donaulied künftig noch in Bayerns Bierzelten zu hören sein? Diese Frage könnte bald beantwortet werden. Der Innenausschuss des Bayerischen Landtags befasst sich am Mittwochvormittag mit der Passauer Petition gegen das Donaulied.

Initiatorin Schütz ist optimistisch

Die Initiatorinnen und Initiatoren fordern die Politik auf, sich zu positionieren. Zum einen soll das Lied, in dem es um die Vergewaltigung eines Mädchens geht, auf bayerischen Volksfesten verboten werden. Zum anderen soll es bessere Schutzkonzepte für Frauen auf Volksfesten geben. "Ich bin optimistisch, dass es einen Grundsatzbeschluss geben wird", sagt die Passauer Studentin Corinna Schütz, die die Petition initiiert hatte. Sie wünscht sich eine bayernweit angelegte Kampagne unter dem Motto "Volksfest ohne Sexismus".

Gegenpetition bekam weniger Unterschriften

Die Petition gegen das Donaulied wurde in den vergangenen Monaten im Netz kontrovers diskutiert. Es entstand auch eine Gegenpetition, deren Unterstützer sich dafür einsetzten, das Lied in seiner entschärften Fassung weiter zu spielen. Denn in einer späteren Version, die der Schlager-Sänger Mickie Krause bekannt gemacht hat, willigt das Mädchen zum Geschlechtsverkehr ein. Diese Petition bekam aber weitaus weniger Unterschriften als die ursprüngliche.

Andere Städte ziehen nach

Die Stadt Montabaur im Westerwald untersagte bereits das Spielen des Liedes in Bierzelten. Vor zwei Wochen hat sich dann auch die Stadt Erlangen der Passauer Anti-Donaulied-Kampagne angeschlossen. Auf Initiative der Grünen-Fraktion im Stadtrat beantragten 42 Gremiumsmitglieder parteiübergreifend den Verzicht auf das Spielen des Donauliedes bei Volksfesten in Erlangen.

Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) hatte zugesagt, das Anliegen der Gruppe zu unterstützen.

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