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In Passau sinken die Pegel von Donau und Inn wieder.

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Passauer Hochwasser: "Kein Vergleich zu Oberbayern"

In Passau sinken die Pegel von Donau und Inn wieder. Von einer Entwarnung wollen die Einsatzkräfte vor Ort aber noch nicht sprechen. Insgesamt ist Passau diesmal aber vergleichsweise glimpflich davongekommen.

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Von
  • Katharina Häringer
  • BR24 Redaktion

Wie groß der Schaden in Passau ist, den das Hochwasser angerichtet hat, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Es sei aber kein Vergleich zu Oberbayern, sagt Stadtbrandrat Andreas Dittlmann. In Passau hatte die Donau Meldestufe 3 und der Inn Meldestufe 2 erreicht. Nun sinken die Pegel an Donau, Inn und Ilz aber wieder, und das Aufräumen beginnt.

Schlamm beseitigen, bevor er steinhart wird

Ein paar Keller seien vollgelaufen und an der Donaulände habe es den ein oder anderen Souvenir-Händler getroffen, bilanziert Dittlmann. Er wolle diesen Leuten den Schaden nicht absprechen, aber das Passauer Hochwasser sei "business as usual" und habe nichts mit den Sturzfluten in Oberbayern, Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz zu tun. "Wasserstände wie 2013 haben zu massiven Schäden in Passau geführt. Aber nicht das Hochwasser der vergangenen Nacht."

Die Herausforderung sei jetzt, schnell den angespülten Schlamm zu beseitigen. Denn der trocknet bei den jetzigen warmen Temperaturen schnell und wird steinhart. Deshalb wollen die Einsatzkräfte so schnell wie möglich, sobald es die Pegelstände zulassen, die Straßen reinigen.

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Die Uferpromenade an der Donau ist noch vom Hochwasser betroffen

Zwei Männer kenterten im Schlauchboot

Personen seien - soweit bislang bekannt - bei dem Hochwasser nicht zu Schaden gekommen. Allerdings gab es auf der Donau am Sonntagabend einen Vorfall mit einem gekenterten Schlauchboot.

Wie die Wasserschutzpolizei mitteilt, paddelten zwei Männer von Plattling bis Passau, wo sie zelten wollten. Die Hochwassersituation hatten sie offenbar unterschätzt. Auf Höhe der Ortsspitze, wo der reißende Inn in die Donau fließt, erfasste sie die starke Strömung. Der 26- und der 31-Jährige opferten ihre vier Boote den Wassermassen und schafften es, sich am Ufer an einem Baum festzuhalten. Passanten sahen die Männer und verständigten die Polizei. Einsatzkräfte der Feuerwehr zogen die beiden aus dem Wasser. "Die menschliche Unvernunft kennt offenbar keine Grenzen", sagt Passaus Stadtbrandrat Andreas Dittlmann. Die beiden Männer hätten unglaubliches Glück gehabt.

© BR/Martin Gruber

Am Sonntagabend führte der Inn noch Hochwasser

© BR/Katharina Häringer

Am Montag ging das Wasser merklich zurück

💡 Was bedeuten die Hochwasser-Meldestufen in Bayern?

Meldestufe 1: Stellenweise kleinere Ausuferungen.

Meldestufe 2: Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen.

Meldestufe 3: Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich.

Meldestufe 4: Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich.

Quelle: Hochwassernachrichtendienst Bayern

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