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Passauer Drogenprozess: Angeklagte schweigen zum Auftakt | BR24

© BR/Martin Gruber

Vor dem Landgericht Passau müssen sich ab Dienstag zwei Männer verantworten. Sie sollen mit größeren Mengen Rauschgift gedealt haben. Außerdem sollen sie bei Schleusungsaktionen unter anderem im Raum Passau mitgeholfen haben.

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Passauer Drogenprozess: Angeklagte schweigen zum Auftakt

Der Prozess gegen zwei mutmaßliche Rauschgiftdealer und Schleuser am Landgericht Passau hat stockend begonnen. Die Angeklagten verweigerten die Aussage. In einem Fall könnte es eine Verständigung zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft geben.

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Von
  • Martin Gruber
  • BR24 Redaktion

Vor dem Landgericht Passau hat am Morgen ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Heroin-Dealer begonnen. Die beiden 32 und 57 Jahre alten Männer sollen zudem einem organisierten Schleuserring angehört haben, die mehrere Personen - auch über die Grenze bei Passau - illegal nach Deutschland gebracht haben sollen.

Deal möglich?

Zur Sache wollten die Angeklagten zunächst nicht aussagen. Der Anwalt des jüngeren Angeklagten kündigte an, eine Erklärung abgeben zu wollen. Die Verteidiger des älteren Angeklagten zogen sich mit der Staatsanwaltschaft und den Richtern zu einem Rechtsgespräch zurück. Im Falle einer Verständigung könnten die Angeklagten bei einem Geständnis eine geringere Strafe erwarten.

Drogenhandel in Nordrhein-Westfalen

So blieb es bisher bei der Verlesung der Anklageschrift. Demnach wird den beiden Irakern vorgeworfen, im Raum Dortmund schwunghaften Rauschgifthandel betrieben zu haben. Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Dortmund wurden 14 Kilogramm Heroin gefunden. Eine Menge, die – ja nach Verkaufsdosierung – über eine Millionen Euro erzielen kann. In einem Auto wurden weitere zwei Kilo Heroin gefunden.

Gehörte das Duo zu einer Schleuserbande?

Die Männer wurden im Rahmen einer Razzia festgenommen, bei der mehr als 100 Polizisten in mehreren Städten im Einsatz waren. Der jüngere Angeklagte wurde bei der Übergabe von zwei Kilo Heroin an einen Kurier festgenommen.

Außerdem soll das Duo Teil einer Schleuserbande gewesen sein, die insgesamt 18 irakische und iranische Staatsangehörige über Kroatien, Slowenien und Österreich illegal nach Deutschland gebracht hat. Eine dieser Schleuseraktionen soll über Neuhaus am Inn im Landkreis Passau über die Bühne gegangen sein.

Urteil im Februar

Insgesamt sind sechs Prozesstage mit über 30 Zeugen angesetzt. Das Urteil ist am 12. Februar geplant. Im Falle eines Geständnisses dürfte der Prozess deutlich schneller über die Bühne gehen.

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