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Passau ist die zweitschmutzigste Stadt Bayerns | BR24

© BR/Johanna Schlüter

Abgase im Straßenverkehr

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    Passau ist die zweitschmutzigste Stadt Bayerns

    Die Stadt Passau ist wunderschön, aber auch dreckig: Bayernweit hat sie die zweithöchste Stickoxid-Belastung. Der Verkehrsclub Deutschland hat einen viel zu hohen Jahresmittelwert gemessen. Besonders belastet ist die Luft in der Innstadt.

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    Nach München ist Passau die Stadt mit der zweithöchsten Stickoxid-Belastung in Bayern. Das hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) mit Hilfe von Messungen herausgefunden. Der Jahresmittelwert 2018 lag demnach in Passau bei 56 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Atemluft. Wie der VCD meldet, würde dieser Wert für Fahrverbote reichen. Der EU-Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm.

    Schlechte Luft am Inn

    Besonders dreckig ist die Passauer Luft in der Innstadt. Am Kirchenplatz und in der Mariahilfstraße wurde der Grenzwert im vergangenen Jahr deutlich überschritten. Das geht aus den Zahlen des VCD hervor. Auch in der Angerstraße ist die Luft übermäßig verschmutzt, heißt es im Bericht.

    VCD: "Vergiftung der Anwohner"

    Dem VCD gehe es nicht um Fahrverbote, sondern um wirksame Maßnahmen, die "Vergiftung der Anwohner" zu beenden. Bernd Sluka, der Vorsitzende des VCD Landesverbands Bayern, setzt auf den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der aus Passau stammt: "Bisher hat er jedoch nicht geholfen, sondern abgestritten, dass Passaus Luft unzulässig verschmutzt wäre. Das kann er nun nicht mehr, denn der VCD hat eine von der EU zugelassene Messmethode verwendet."

    Stadt wird in die Pflicht genommen

    In dem Bericht kritisiert der Verkehrsclub auch die Stadt Passau. Es heißt darin, dass die Stadt trotz zu hoher Werte bereits im Jahr 2017 untätig geblieben sei. Auch auf Gesprächsangebote wäre die Stadt nicht eingegangen: "Der VCD steht natürlich weiterhin zu einem Dialog bereit, aber wir überlegen uns auch andere Wege, um das Recht der Menschen auf saubere Luft durchzusetzen".

    Gemessen wurde laut VCD nur dort, wo Menschen wohnen, heißt es. Der Verkehrsclub Deutschland setzt sich - laut eigener Aussage - für eine umweltverträgliche Mobilität aller Verkehrsteilnehmer ein. Der Verein hat 55.000 Mitglieder.

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    Autor
    • Kathrin Unverdorben
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