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Passau: Dackelmuseum hat Dackel-Kunst geerbt | BR24

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Das Dackelmuseum in Passau hat groß geerbt: eine teils kuriose Dackel-Kunst-Sammlung einer Stuttgarter Geschäftsfrau. Das Erbe umfasst fast 600 Exponate - einige davon sind richtig wertvoll.

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Passau: Dackelmuseum hat Dackel-Kunst geerbt

Das Passauer Dackelmuseum steht vor einer Erweiterung: Vor zwei Jahren eröffnet, stellt das Museum bereits rund 2.000 Dackel-Exponate in allerlei Formen und Varianten aus. Jetzt kommen noch einmal fast 600 Ausstellungsstücke dazu.

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Passau hat sicher eines der schrägsten Museen überhaupt: Das Dackelmuseum. 2.000 Dackel - in allen Formen und Varianten: groß-klein, original-braun oder gold-glänzend, aus Porzellan und Stoff, kitschig aber auch kunstvoll. Vor zwei Jahren ist das Museum eröffnet worden und schon jetzt kann es sein, dass eine Erweiterung ansteht: die beiden Betreiber, Oliver Storz und Seppi Küblbeck, haben nämlich eine Erbschaft gemacht. Sie umfasst fast 600 Exponate - einige davon sind richtig wertvoll.

Detektivarbeit mit den "unglaublichen" Stücke

"Unglaublich", "unfassbar", "unbeschreiblich": Oliver Storz und Seppi Kübleck sprechen nur noch in Superlativen. "In der Form, wie es hier steht, wird es das sicher kein zweites Mal geben", kommentiert Küblbeck ein Exponat. Noch sind die 567 Exponate nicht im Dackelmuseum, sondern bei den beiden Betreibern zuhause, ausgebreitet auf einem riesigen Tisch. Die Stücke müssen jetzt alle archiviert werden. Jedes Stück wird gemessen, gewogen, untersucht und im Computer erfasst. Wer Vorbesitzer war, wo die Stücke gefertigt worden sind, das sei manchmal Detektivarbeit, so Oliver Storz.

Dackelsammlung vermacht

Eine Unternehmerin und Dackelverehrerin aus Stuttgart, Brigitta von Wirth, hat Passau ihre Dackelsammlung vermacht.

"Wir haben einen Anruf bekommen, es sein ein Nachlass da aus Stuttgart. Dann haben wir gesagt: Schickt uns doch ein paar Bilder. Dann haben wir die Bilder gesehen - uns hat beinahe der Schlag getroffen." Oliver Storz, Betreiber Passauer Dackelmuseum

Jetzt sind die Stücke zuhause in ihrem Wohnzimmer: aus Bronze, aus Porzellan, aus Stoff, aus Muranoglas, mit Swarovski-Diamanten, Exklusives, kulturhistorisch Bedeutsames - und richtig Kostbares - wie zum Beispiel ein Aschenbecher. "Ein Einzelstück und das Highlight der Sammlung. Mit einem Dackel aus Tigerauge, das ist ein Halbedelstein. Und die Augen sind Rubine", erklärt Seppi Küblbeck. Geschätzter Wert dieser Manufaktur: einige tausend Euro. Gut im vierstelligen Bereich liegt auch das Dackel-Zigarettenetui für 1.800 Euro.

© BR/Martin Gruber

"Einzelstück und das Highlight der Sammlung" ist ein Aschenbecher. Geschätzter Wert dieser Manufaktur: einige tausend Euro.

Sonderschau denkbar

Wann und wie das Dackelerbe ins Dackelmuseum kommen soll, wissen die Museumsbetreiber noch nicht. Die Vitrinen seien schon ziemlich voll, sagen sie. Seppi Küblbeck denkt zunächst an eine Sonderschau entweder auf einem Schiff oder in zwei Jahren, zum 50-jährigen Jubiläum von Olympia 1972 in München. Damals war Dackel "Waldi" das Maskottchen. Der Durchbruch für den Dackel.

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Das Dackelmuseum in Passau hat groß geerbt: eine teils kuriose Dackel-Kunst-Sammlung einer Stuttgarter Geschäftsfrau.

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