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In Kulmbach dürfen ab sofort auch wieder Elektro- und Hybridfahrzeuge in den städtischen Parkeinrichtungen "Stadtmitte" und "Basteigasse" parken. Nach einem Brand hatte die Stadt ein Verbot erlassen.

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Parkverbot für E-Autos in Kulmbacher Tiefgarage aufgehoben

In Kulmbach dürfen E- und Hybridfahrzeuge ab sofort wieder in Tiefgaragen parken. Nach einem Brand einer Tiefgarage im Stadt-Zentrum war aus Sicherheitsgründen für diese Autos ein Einfahrtsverbot ausgesprochen worden - das hatte für Kritik gesorgt.

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Von
  • Ulla Küffner

Das im Februar 2021 in Kulmbach erlassene Einfahrtsverbot für Elektro- und Hybridfahrzeuge in die städtischen Parkeinrichtungen "Tiefgarage Stadtmitte" und "Parkhaus Basteigasse" ist am Montag aufgehoben worden. Wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt, habe man mittlerweile Löschdecken und einen sogenannten Teleskoplader beschaffen, die bei bzw. nach einem Fahrzeugbrand zum Einsatz kommen könnten.

E- und Hybridfahrzeuge mit Akku können abtransportiert werden

Mit Hilfe des Teleskopladers sei man in der Lage, einen Kleinwagen aus den Parkeinrichtungen abzutransportieren. Durch den Einsatz von Löschdecken könne die Ausbreitung eines Feuers auf nebenstehende Fahrzeuge effizient und in sehr kurzer Zeit verhindert werden, heißt es weiter. Außerdem dämmten Löschdecken die Rauchentwicklung und den Fahrzeugbrand an sich ein. Eine Löschung eines Lithium-Akkus, wie er in Elektro- bzw. Hybridautos verwendet werde, könne durch die Löschdecken nicht erfolgen, man schaffe durch ihren Einsatz aber Umstände, die einen Abtransport ermöglichen.

Einfahrtsverbote nach Autobrand in Tiefgarage erlassen

Im September 2020 war es in der Kulmbacher Tiefgarage Stadtmitte unterhalb des EKU-Platzes zu einem Autobrand gekommen. Nach den Bergungs- und Sanierungsmaßnahmen konnte die Tiefgarage im Februar 2021 wieder in Betrieb genommen werden. Mit der Wiederöffnung wurde ein Einfahrtsverbot für Elektro- und Hybridfahrzeuge erlassen. Der Grund hierfür war eine Warnung der Kulmbacher Feuerwehr gewesen, die wegen der erhöhten Gefahr bei einem Brand eines Fahrzeuges mit Lithium-Akku zu diesem Schritt geraten hatte. Das Einfahrtsverbot hatte für Kritik gesorgt.

Einfahrtsverbot auf Empfehlung der Feuerwehr

Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) war der Empfehlung der Feuerwehr gefolgt, um die Sicherheit für das Gebäude und für die Bevölkerung gewährleisten zu können, heißt es in dem Schreiben weiter. "Solange es keine vernünftige Lösung gibt und unsere Feuerwehr keine Möglichkeit zur erfolgreichen Eindämmung und Bekämpfung eines solchen Brandes hat, kann ich eine Öffnung für Fahrzeuge mit Antriebsbatterie nicht verantworten", erklärte Lehmann damals. Es sei immer das Ziel gewesen, eine geeignete Lösung zu finden und der Feuerwehr eine entsprechende Ausrüstung an die Hand zu geben.

Verbot war vorübergehende Maßnahme

In einer Sitzung im vergangenen April hatte der Kulmbacher Stadtrat beschlossen, fünf Löschdecken und ein Bergefahrzeug für rund 92.000 Euro anzuschaffen. Diese seien nun einsatzbereit und da das Verbot "lediglich eine vorübergehende Maßnahme" gewesen sei, bis mögliche Brände von E-Fahrzeugen besser und sicherer von der örtlichen Feuerwehr gehandhabt werden könnten, wurde das Einfahrtsverbot für Elektro- und Hybridfahrzeuge nun aufgehoben.

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Elektro- und Hybridfahrzeuge dürfen wieder in Kulmbacher Tiefgaragen parken.

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