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© Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Regionalverband Unterfranken
Bildrechte: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Regionalverband Unterfranken

Einsatz der Johanniter-Unfallhilfe in Papua Neuguinea

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    Papua-Neuguinea: Johanniter-Unfall-Hilfe beendet Corona-Einsatz

    Am Donnerstag kehrt ein siebenköpfiges Team der Johanniter-Unfall-Hilfe vom Auslandseinsatz in Papua-Neuguinea zurück. Mit dabei ist auch Teamchef Manfred Emmerling aus Würzburg. Einen Monat lang versorgten die Helfer Covid-Patienten im Süd-Pazifik.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Wolfram Hanke

    Einen Monat lang befand sich ein siebenköpfiges Team der Johanniter-Auslandshilfe in Papua-Neuguinea. Dort half es bei der Versorgung von Covid-Patienten. Nun ist der Einsatz von Teamchef Manfred Emmerling – einem Würzburger – und seinen Helfern zu Ende.

    Die Schwesterorganisation "St. John Papua Neuguinea" hatte im Auftrag der Regierung ein Behelfskrankenhaus in der Hauptstadt Port Moresby errichtet. "Gemeinsam mit dem Team von St. John haben wir im Krankenhaus die Betreuung und Überwachung der Patienten mit moderaten Symptomen übernommen", so Emmerling. Er ist Logistikkoordinator der Johanniter-Auslandshilfe.

    Kranken-Flüge über die Insel

    Auch medizinische Evakuierungen aus entlegenen Regionen des Landes gehörten zu den Aufgaben des Teams. "Die intensivmedizinische Versorgung ist hier nicht möglich, weshalb wir die Patienten mit dem Hubschrauber oder kleinen Flugzeugen nach Port Moresby verlegen mussten. So betreuten wir zwei Schwangere mit Komplikationen auf dem anderthalbstündigen Flug aus dem Dschungel Papuas in die Hauptstadt. Die beiden zu verlegen, war lebensrettend", berichtete Notfallsanitäter Thomas Betzold.

    Helfer schulten Menschen vor Ort

    Um die medizinische Versorgung in entlegenen Regionen zu eruieren, führte das Team auch Erkundungen in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen kleinerer Dörfer durch. Schutzausrüstung oder Schulungen zu Covid gab es hier schon lange nicht mehr. Testungen finden nur selten statt, auf die Ergebnisse wartet man wochenlang. Zudem gibt es kaum Strom oder fließend Wasser. "Unter diesen Bedingungen ist es sehr schwer, das Virus einzudämmen. Aber jede Kleinigkeit macht hier den Unterschied und rettet Leben", resümierte das Team. Gemeinsam mit St. John führten die Johanniter verschiedene Schulungen durch und unterstützten mit Schutzausrüstung.

    Einsatz von besonderer Herausforderung

    Für die Johanniter war es ein besonderer und herausfordernder Einsatz. "Wir haben in einem geschlossenen Raum in Schutzausrüstung mit Plastikkittel, Maske und Gesichtsvisier gearbeitet - und das bei Temperaturen über 30 Grad. Am Ende meiner Schicht stand mir das Wasser im Ärmel des Kittels", so Notfallsanitäter Christian Gatniejewski. "Einen großen Respekt habe ich vor den Krankenschwestern. Ohne Impfung und unter schwierigsten Bedingungen ist es für sie eine Selbstverständlichkeit, zu helfen".

    Hilfseinsatz der Europäischen Union

    Der Einsatz des Johanniter-Teams wurde von der Europäischen Union und St. John International finanziert. Alle Ergebnisse des Teams wurden an die örtlichen Koordinierungsstellen der Weltgesundheitsorganisation und die entsprechenden Gesundheitsbehörden weitergegeben, um dadurch langfristig die Versorgung in den entlegenen Gebieten zu verbessern.

    Papua Neuguinea erlebt seit Februar einen starken Anstieg der COVID-19-Fälle im ganzen Land. Bis Anfang April wurden über 7.000 bestätigte Fälle gemeldet, darunter 61 Todesfälle. Alle 22 Provinzen von Papua meldeten bereits Corona-Infektionen.

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    Manfred Emmerling vor einem geländegängigen Krankenwagen in Papua-Neuguinea

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