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Papst erklärt Engelmar Unzeitig zum Märtyrer | BR24

© Marianhiller

Pater Engelmar Unzeitig

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    Papst erklärt Engelmar Unzeitig zum Märtyrer

    Papst Franziskus hat den Missionar Pater Engelmar Unzeitig zum Märtyrer erklärt. Er starb im KZ Dachau. Unzeitig studierte in Würzburg und ist auch dort begraben. Das Bistum Würzburg bereitet sich bereits auf seine Seligsprechung vor.

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    Bischof Friedhelm Hofmann freut sich, dass nach Pfarrer Georg Häfner im Jahr 2011 nun ein weiterer Glaubenszeuge im Würzburger Kiliansdom seliggesprochen werde.

    Seligsprechung voraussichtlich im Herbst

    Die Mariannhiller Missionare äußerten sich am Freitag erfreut über den Abschluss des vatikanischen Verfahrens. Unzeitig sei "zu einem Geschenk für seine Mitmenschen geworden", erklärte der Generalsuperior des Ordens, Damian Weber, in Würzburg. Die Seligsprechung findet voraussichtlich im Herbst im Würzburger Dom statt.

    Der "Engel von Dachau"

    Pater Engelmar Unzeitig wurde am 1. März 1911 in Greifendorf in Ostmähren geboren. In Würzburg studierte er Philosophie und Theologie und 1939 zum Priester geweiht. Er wirkte als Pfarrer in Glöckelberg im Böhmerwald. Weil er öffentlich gegen die Verfolgung der Juden protestierte, wurde er 1941 durch die Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau gebracht. 1944 meldete er sich im KZ zur Pflege von Flecktyphus-Kranken. Hunderten von Todkranken spendete er die Sakramente. Mitgefangene rettete er vor dem Hungertod, indem er ihnen von seiner Essensration abgab. Mithäftlinge bezeichneten ihn als "Engel von Dachau". Unzeitig starb am 2. März 1945 mit 34 Jahren an Flecktyphus. Seine Asche wurde aus dem Konzentrationslager geschmuggelt und auf dem Würzburger Hauptfriedhof beigesetzt. Seit 1968 ist die Urne in einer Seitenkapelle der Mariannhiller Herz-Jesu-Kirche in Würzburg bestattet.