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Bernd Sibler, Hubert Aiwanger (von links) und Christian Bernreiter (rechts) im Gespräch mit der Unternehmensführung von UPM in Plattling
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Christian Riedl
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Bernd Sibler, Hubert Aiwanger (von links) und Christian Bernreiter (rechts) im Gespräch mit der Unternehmensführung von UPM in Plattling

Nachdem die Papierfabrik UPM in Plattling am Dienstag angekündigt hatte, 160 Stellen abzubauen, haben die am Donnerstagnachmittag zum Gespräch geladenen Politiker einstimmig einen Sozialplan gefordert.

Alle Parteien wollen vernünftigen Sozialplan

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) und der Landrat des Landkreises Deggendorf Christian Bernreiter (CSU) wollen, dass der Stellenabbau möglichst sozialverträglich gestaltet wird. Auch das finnische Unternehmen UPM, zu dem die Plattlinger Papierfabrik gehört, wolle möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen ausstellen, hieß es.

Wirtschaftsminister Aiwanger sprach davon, dass der Papierverbrauch weltweit sinke. Trotzdem müsse der Standort mit den verbliebenen zwei Papiermaschinen zukunftssicher gemacht werden. Wissenschaftsminister Sibler kommt aus Plattling und sprach von 160 Schicksalen und einem "schweren Schlag in die Magengrube". Er glaube aber an ein gutes Klima in dem Unternehmen für einen Sozialplan. Landrat Bernreiter stellte fest, dass der Abbau der Arbeitsplätze nicht rückgängig zu machen sei. Er machte den Angestellten Mut.

"Der Arbeitsmarkt ist Gott sei Dank gut, Fachkräfte werden gesucht und da muss man schauen, dass niemand auf der Straße übrig bleibt." Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter

Betriebsratsvorsitzender nimmt "Herren beim Wort"

Der Betriebsratsvorsitzende Helmut Faber sprach vom "schwärzesten Tag für den Standort Plattling". UPM habe im letzten Jahr ein Rekordergebnis erzielt, so Faber, deshalb sei zumindest Geld vorhanden um einen guten Sozialplan hinzubekommen.

"160 Mitarbeiter - eine Katastrophe. Ja, ich nehme die Herren hier beim Wort und ich hoffe, wir können betriebsbedingte Kündigungen vermeiden." Helmut Faber, Betriebsratsvorsitzender in Plattling

Verhandlungen starten kommende Woche

Ab kommender Woche wollen Konzernleitung und Betriebsrat den Sozialplan verhandeln. Bereits Ende Juli soll die Maschine mit der Nummer 10 stillgelegt werden.

Am vergangenen Dienstag hatte UPM angekündigt, eine der drei großen Papiermaschinen in Plattling abzustellen. Damit würden 160 Mitarbeiter ihren Job verlieren. Rund 17 Millionen Euro will das Unternehmen damit einsparen. Man reagiere auf eine ständig sinkende Nachfrage auf dem Papiermarkt, hieß es zur Begründung.