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Pannermayr bleibt Oberbürgermeister in Straubing | BR24

© BR/Sarah Beham

Markus Pannermayr im BR-Interview.

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    Pannermayr bleibt Oberbürgermeister in Straubing

    Straubing hat mit Markus Pannermayr (CSU) einen „alten“ neuen Oberbürgermeister. Pannermayr wurde mit 73,25 Prozent gewählt – er hat vor der Bekanntmachung des Ergebnisses mit einer Stichwahl gerechnet, wie er im BR-Interview verrät.

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    Straubing hat mit Markus Pannermayr (CSU) einen „alten“ neuen Oberbürgermeister. Pannermayr wurde mit 73,25 Prozent gewählt – er hatte vor der Bekanntmachung des Ergebnisses mit einer Stichwahl gerechnet: "Überrascht hat mich der Vertrauensbeweis bei sechs Kandidatinnen und Kandidaten – ich habe schon kalkuliert, dass es eine Stichwahl geben könnte. Ich bin froh, dass das nicht notwendig ist und freue mich, dass der Vertrauensbeweis so stark ausgefallen ist, das gibt schon Kraft und Schwung für die Aufgaben, die jetzt zu bewältigen sind. Das wird aber nichts an meinem Arbeitsstil ändern und die Bodenhaftung werde ich auch nicht verlieren."

    Corona-Krise war zu spüren

    Die Corona-Krise war auch in Straubing zu spüren – die zunächst geplante, große Wahlveranstaltung wurde abgesagt, Medienvertreter konnten sich mit den OB-Kandidaten in der Joseph-von-Frauenhofer-Halle treffen. Aber: Jeder musste vor dem Eintreten seine Hände desinfizieren. Pannermayr wäre gerne bei seinem Team und allen Stadtratskandidaten bei der Verkündung der Stadtratswahlergebnisse – doch das gehe in Zeiten von Corona nicht: "Das geht im Moment nicht – das ist so ein Beispiel dafür, wo man merkt, dass dieses Virus vieles verändert."

    Wahlbeteiligung von knapp 45 Prozent

    Auf die Wahlbeteiligung hatte das Corona-Virus nach Pannermayr keine Auswirkungen in Straubing. Die Wahlbeteiligung liegt bei 44,15 Prozent und ist damit etwas höher als 2014 mit 43,18 Prozent. Pannermayr begründet den leichten Anstieg mit der höheren Briefwahlbeteiligung. Dennoch: Der CSU-ler ist nicht zufrieden mit der Wahlbeteiligung: "Das ist schon ein Thema, wie man Politik transparent macht und die Bevölkerung in politische Entscheidungsprozesse miteinbindet."

    Insgesamt sechs OB-Kandidaten

    Anders als 2014 mit drei OB-Kandidaten, standen dieses Jahr insgesamt sechs Kandidaten zur OB-Wahl in Straubing an. Feride Niedermeier von den Grünen holte 8,59 Prozent der Stimmen, Peter Stranninger von der SPD 7,49 Prozent, Stephan Weckmann von den Freien Wählern 5,49 Prozent, Simon Bucher von der AfD 3,42 Prozent und Karl Ringlstetter von den Linken 1,76 Prozent.

    Schlechtes Ergebnis für AfD-Kandidat

    Der OB-Kandidat der AfD in Straubing, Simon Bucher, ist nicht überrascht von seinem Ergebnis (3,4 Prozent). "Die Ereignisse der letzten Wochen hat wohl viele verschreckt", so der 24-Jährige gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Bucher sorgte im Straubinger Wahlkampf für Aufsehen: Er hat zwei Wochen vor der Wahl die AfD verlassen. Die Begründung des 24-Jährigen: rechtsextreme Tendenzen einzelner anderer Kandidaten der Stadtratsliste in Straubing. Bucher war hauptamtlicher Mitarbeiter im Büro der AfD-Bundestagsabgeordneten und Landesvorsitzenden Corinna Miazga,die ihm gekündigt hatte. Bucher will die ausstehenden Gehälter (bis Mai) spenden, wie er dem BR sagte. Er könne sich finanzielle Unterstützung für Sea-Watch und die Straubinger Tafel vorstellen. Aktuell läuft die Auszählung der Stadtratswahl noch. Hier holt die CSU aktuell 19 Sitze, die Grünen fünf, SPD und Freie Wähler jeweils vier, die AfD drei, die ÖDP zwei und FDP und Die Linke jeweils einen.