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Auch Personendaten aus dem Testzentrum in Forchheim sind veröffentlicht worden.

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    Panne in fränkischen Testzentren: Daten von Getesteten im Netz

    Datenleck in Franken: Namen und Handynummern von bis zu 1.600 Getesteten waren frei im Internet abrufbar. Das offenbar behobene Datenleck betraf Corona-Testzentren in Erlangen und Forchheim. Ein Datenschutzbeauftragter relativiert jedoch den Vorfall.

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    • BR24 Redaktion

    Name, Wohnort, Handynummer: Solch sensiblen Daten von Menschen, die sich in zwei fränkischen Testzentren für einen PCR-Test angemeldet hatten, waren bis vor kurzem im Internet einsehbar. Man bedaure den Vorfall sehr, teilte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bayern als Betreiber mit.

    Betreiber der Corona-Testzentren: Datenlücke geschlossen

    "Der ASB hat die Datenlücke umgehend geschlossen und das Schutzniveau erhöht." Zuvor hatte T-Online über die Datenpanne berichtet. Betroffen sind die Testzentren des Kreises Forchheim sowie das gemeinsame Zentrum der Stadt Erlangen und des Kreises Erlangen-Höchstadt.

    "Hier scheint ganz klar etwas schief gegangen zu sein. Diese Daten gehören nicht für Unbefugte abrufbar gemacht. Das ist ganz klar." Andreas Sachs, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht

    Sachs schränkte aber ein, nach vorläufiger Einschätzung des Amtes sehe man das Datenleck nicht als "schweren Sicherheitsvorfall".

    Möglicherweise liegt kein Missbrauch der Daten vor

    Unklar ist, ob Unbefugte tatsächlich auf die Daten zugegriffen haben. Es werde umfassend geprüft, zum jetzigen Zeitpunkt sei davon nicht auszugehen, teilte der ASB mit. Vorsorglich wurden alle Zugriffe auf die Mailpostfächer geändert und mit neuen Passwörtern versehen, heißt es von Seiten der ASB. Mit einer einfachen Google-Suche war das Dokument dem T-Online-Bericht zufolge nicht zu finden, vielmehr brauchte man den Link zu der Datei.

    Gesundheitsdaten wie Testergebnisse waren nicht hinterlegt. Sachs sagte, man werde den Vorfall aufarbeiten. Dies sei ein Standardvorgang. Laut ASB sind 1.600 Menschen betroffen, die PCR-Tests in einem der beiden Zentren vereinbart hatten.

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