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Panik im Gottesdienst: Prozess in München geht zu Ende | BR24

© BR / Natasha Heuse

Pfarrkirche St. Paul in München

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    Panik im Gottesdienst: Prozess in München geht zu Ende

    Der Prozess gegen den 37-jährigen Somalier, der bei einem Ostergottesdienst in der Münchner Paulskirche Panik ausgelöst hatte, soll heute zu Ende gehen. Laut Anklage sind bei der Flucht 32 Menschen verletzt worden.

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    Vor einem dreiviertel Jahr war im Ostergottesdienst in der Münchner Kirche St. Paul Panik ausgebrochen, weil ein Mann aus Somalia in die Kirche gerannt war und "Alahu Akbar" gerufen hatte.

    "Ich verbrenne euch alle Christen in dieser Kirche"

    Der 37-jährige Mann, der unter einer psychischen Erkrankung leiden soll, war mit Pflastersteinen in die Kirche eingedrungen und soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft "Allahu Akbar" gerufen haben: "Ich verbrenne euch alle Christen in dieser Kirche." Einem Mann soll er mit einem Stein auf die Schulter geschlagen haben.

    Terrorangst und panikartige Flucht

    Gottesdienstbesucher befürchteten einen Terroranschlag und verließen fluchtartig die Kirche. 32 von ihnen verletzten sich laut Staatsanwaltschaft dabei. Der Mann wurde noch vor Ort festgenommen. Ihm wurde die Störung des öffentlichen Friedens und der Religionsausübung sowie Körperverletzung und versuchte Körperverletzung vorgeworfen.

    Angeklagter schon mehrmals in Haft

    Nachdem er die Aussage zum Prozessauftakt verweigert hatte, äußerte sich ein Sachverständiger, der ihn psychiatrisch begutachtet hatte. Der Mann, der schon mehrfach im Gefängnis saß, habe nicht einmal sein Alter angeben können. Er könne 25 Jahre alt sein - oder 35. Die Staatsanwaltschaft gibt sein Alter mit 37 an.

    Beschuldigter will zurück nach Mogadischu

    Er sei von Somalia über Äthiopien, den Sudan, Libyen und Italien nach Deutschland geflohen, die Flucht habe 15 Jahre gedauert - oder drei. "Alle waren auf der Flucht - ich bin einfach mit." Heute, so habe er dem Sachverständigen gegenüber geäußert, wolle er einfach nur noch zurück nach Mogadischu. Der 37-Jährige ist wohl psychisch krank ist. Deshalb steht die Unterbringung in einer Klinik im Raum.

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