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O'zapft is: OB Reiter eröffnet mit zwei Schlägen das Oktoberfest | BR24

© picture-alliance/dpa

Markus Söder, Ehefrau Karin Baumüller und Dieter Reiter bei der Eröffnung vom Oktoberfest 2018 im Schottenhamel Festzelt.

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    O'zapft is: OB Reiter eröffnet mit zwei Schlägen das Oktoberfest

    München war wieder im Ausnahmezustand: Oberbürgermeister Reiter brauchte zwei Schläge für sein "O'zapft is!" zur Eröffnung des 185. Oktoberfestes. Er vergaß allerdings eine Kleinigkeit...

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    Nach dem festlichen Einzug der Wiesn-Wirte zapfte Münchens OB Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier an. Damit eröffnete er offiziell das 185. Oktoberfest. Bereits beim Einlass um 9 Uhr waren Tausennde Wiesn-Besucher in Dirndln und Lederhosen auf das Festgelände gestürmt.

    Erstmals war Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Anzapfbox im Schottenhamel-Zelt dabei. Er erhielt traditionsgemäß die erste Maß. Danach bekamen auch die Wiesn-Gäste in den Zelten das erste Bier. Die Mass kostet dieses Jahr bis zu 11,50 Euro.

    Die Zahl der Schläge vor dem "O'zapft is"

    Die offizielle Eröffnung des Oktoberfestes ist das Privileg des Münchner Oberbürgermeisters. Am ersten Wiesn-Tag um Punkt 12.00 Uhr zapft er üblicherweise das erste Bierfass an. Die Zahl der Schläge, die ein Stadtoberhaupt braucht, prägt dabei sein Ansehen in der Stadt mit.

    Dieter Reiter ist in gewisser Weise Rekordhalter. Außer bei seinem ersten Oktoberfest 2014 hat er stets nur zwei Schläge gebraucht.

    Reiter patzt - nach dem Anzapfen

    Nervös scheint Reiter trotzdem noch zu sein. Nach seinem neuerlichen Zwei-Schläge-Erfolg vergaß der OB promt den traditionellen Wunsch an alle: "Auf eine friedliche Wiesn!". Ihm selber war das gar nicht bewusst. Angesprochen auf den Lapsus, sagte Reiter dem BR:

    "Sollte ich es nicht gesagt haben, meine ich es aber umso ernster: Auf eine friedliche Wiesn! Das ist für uns alle hier das Allerwichtigste."

    "Aufhören, Aufhören"-Rufe bei Ude

    Der einzige andere OB, der das Fass mit zwei Schlägen anzapfte, war sein Vorgänger Christian Ude (SPD), der 2005 erstmals mit zwei Schlägen auskam. Er hatte aber dazu etliche Jahre gebraucht - und gehörig Lehrgeld gezahlt: In seinem ersten Amtsjahr 1993 ertönten bei sieben Schlägen "Aufhören, Aufhören"-Rufe.

    Seit Jahren geht's ins Trainingslager

    Um derartige Blamagen zu vermeiden, trainieren die Oberbürgermeister seit vielen Jahren vor dem Fest. Anzapf-Trainer ist ein erfahrener Brauer.

    Begründet hat das Anzapf-Ritual 1950 Oberbürgermeister Thomas Wimmer (SPD) im Festzelt Schottenhamel. Er brauchte damals 19 Schläge. Er hatte vorher offensichtlich nicht geübt.