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Overtourism und Werbekampagnen: "Urlaub daheim" spaltet Schwaben | BR24

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Während das Allgäu mit dem Besucheransturm der Tagesausflügler kämpft, wirbt das Ries für unentdeckte Highlights.

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    Overtourism und Werbekampagnen: "Urlaub daheim" spaltet Schwaben

    Während das Allgäu mancherorts unter zu vielen Tagesausflüglern leidet, investiert das Ries in Urlaubswerbung. Tourismus und Gäste wollen alle schwäbischen Regionen, aber auf die richtige Art.

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    Tourismus in Bayerisch Schwaben: Das sind die Königsschlösser, der Bodensee - und fünf Milliarden Euro Umsatz, zumindest in einem normalen Jahr. Das diesjährige Motto "Urlaub daheim" birgt für die Region viele Chancen, aber auch Risiken: Während die traditionellen Urlaubsregionen im Allgäu teilweise mit "Overtourism" kämpfen, werden andere Landkreise touristisch kreativ.

    Allgäu und Bodensee

    Hier war in der Vergangenheit vor allem die große Zahl der Tagesausflügler ein Problem: So mussten Mitte Juni an einem Wochenende mehrere Zufahrtsstaßen rund um Oberstaufen gesperrt werden, weil viele wild geparkte Autos Wege versperrten - zum Beispiel für Rettungsfahrzeuge.

    Die Natur leidet unter zu viel Tourismus

    Unter zu viel Tourismus kann auch die Natur leiden, das befürchten zumindest die Ranger vom Naturpark Nagelfluhkette in Gunzesried. Auf den Wegen bleiben, Müll vermeiden, Hunde anleinen und bestenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen: Zu den üblichen Regeln für naturverträgliches Verhalten kommen heuer verschiedene Infektionsschutzmaßnahmen, beispielsweise das Abstandsgebot auf stark besuchten Wanderwegen.

    Der Bodensee-Radweg gehört mit 250 Kilometern direkt am Wasser zu den Highlights für Aktivurlaub in der Region. Die Strecke schlängelt sich an Hügeln mit Weinreben und Apfelbäumen vorbei, dazwischen liegt die Blumeninsel Mainau und im Hintergrund erheben sich die Alpen mit ihren schneebedeckten Spitzen.

    Rund um den Bodensee gelten unterschiedliche Hygieneregeln

    Was Urlauber dieses Jahr nicht vergessen sollten: Auf den einzelnen Abschnitten des Rundwegs können unterschiedliche Hygiene- und Schutzmaßnahmen gelten, spezifische Informationen dazu finden sich auf den Webseiten der einzelnen Landkreise, Bundesländer und Kantone (Bodenseekreis, Sigmaringen, Konstanz und Lindau, Vorarlberg, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau).

    Donau-Ries: Kampagne soll Gäste anlocken

    Geotope, Burgruinen und Mittelalterstädtchen gibt es im nördlichen Schwaben zu entdecken. Damit sich dorthin künftig mehr Urlauber auf den Weg machen, schaltet der Verein "Ferienland Donau-Ries" diesen Sommer ganz gezielte Werbeanzeigen - auf Sozialen Netzwerken. Für 65.000 Euro soll die Kampagne ein "gesundes Wachstum" bewirken, so Vereinsgeschäftsführer Klemens Heininger.

    Günzburg: Dauerbrenner Lego-Land

    Als unbestrittener Tourismus-Magnet im Landkreis Günzburg musste das Legoland diesen Sommer seinen Saisonstart zunächst verschieben. Seit Ende Mai hat der Freizeitpark geöffnet, für die Gäste gelten verschiedene Hygiene- und Abstandsregeln. Gedränge im Park oder am Kassenschalter dürfte es diesen Sommer nicht geben: Die Besucheranzahl ist begrenzt, Tickets müssen vorab online gebucht werden. Das Günzburger Regionalmarketing will bei den Urlaubern deshalb als Alternativprogramm für die Rad- und Wanderwege werben, beispielsweise entlang der Donau.

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