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OTH Regensburg erforscht Ansteckungsgefahr von Pflegepersonal | BR24

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Bildrechte: OTH Regensburg / Hilde Wagner

Wie können sich Ärzte und Krankenschwestern vor einer Ansteckung durch das Corona-Virus schützen? Das wollen Forscher der OTH Regensburg herausfinden. Besonders die Beatmung eines Patienten stellt die Forscher dabei vor Herausforderungen.

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OTH Regensburg erforscht Ansteckungsgefahr von Pflegepersonal

Wie können sich Ärzte und Krankenschwestern vor einer Ansteckung durch das Corona-Virus schützen? Das wollen Forscher der OTH Regensburg herausfinden. Besonders die Beatmung eines Patienten stellt die Forscher dabei vor Herausforderungen.

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Von
  • Anne-Lena Schug

Forscher der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) wollen derzeit herausfinden, wie sich Pflegende und Behandelnde beim Beatmen von COVID-19-Patienten bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen können. Bereits in dieser Woche sollen erste Ergebnisse vorliegen, die in Kliniken direkt Anwendung finden sollen. "Wir wollen schnellstmöglich einen Best Practice Guide erstellen", sagt Prof. Dr. Lars Krenkel, der an der Fakultät Maschinenbau das Lehr- und Forschungsgebiet Biofluidmechanik leitet.

Mit Rauch wird Ansteckungsgefahr simuliert

An Puppen, an denen Medizinerinnen und Mediziner das Intubieren und Beatmen von Menschen üben können, stellt das Forschungsteam um Prof. Krenkel verschiedene Szenarien aus dem Klinikalltag nach. "Wir untersuchen, welche Gefahr von den einzelnen Beatmungstechniken ausgeht", erläutert der Projektleiter. "Was passiert beim Wechsel etwa von der Beatmung mit Maske auf den Tubus (Beatmungsschlauch Anm. d. Red.)? Was passiert, wenn ein Erkrankter unter seiner Maske hustet? Verringern bestimmte Maßnahmen oder Instrumente die Ansteckungsgefahr?" Mit der Puppe kann zum Beispiel normales Atmen oder Husten nachgestellt werden. Durch Rauch, der aus dem Mund der Puppe fließt kann visualisiert werden, an welchen Stellen Mundschutze oder Beatmungsmasken Atemluft entweichen lässt.

Wie verteilen sich Viren in der Luft?

Das Forscherteam kann so indirekt nachvollziehen, wie sich kleinste Schwebeteilchen wie etwa Corona-Viren mit Luftströmungen bewegen - und wie weit sich unter verschiedenen Bedingungen die Corona-Viren während der Beatmung von Patienten verteilen. Dabei ist auch der Versuchsaufbau von der aktuellen Krise beeinflusst: So arbeiten derzeit stets nur zwei Personen gleichzeitig an den Messungen, damit der Abstand zueinander gewährleistet ist.

Kooperation von Maschinenbau und Medizin

Das Projekt läuft in Kooperation mit den Unikliniken Hamburg-Eppendorf und Regensburg sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Göttingen, das die Versuchsreihe mit komplexer optischer Messtechnik unterstützt hat. OTH-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier äußerte sich erfreut, dass die OTH Regensburg einen Beitrag zur Bewältigung der Krise leiste. "Hier bestätigt sich unsere Strategie, gerade an den Schnittstellen unterschiedlicher Disziplinen Kompetenzen aufzubauen - in diesem Fall zwischen Maschinenbau und Medizin."

© OTH Regensburg / Prof. Dr. Lars Krenkel)
Bildrechte: OTH Regensburg / Prof. Dr. Lars Krenkel)

Die Strömungsvisualisierung mit Rauch zeigt, wie das Luftgemisch aus der Beatmungsmaske entweicht.

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